Historischer abend in delmenhorst: flutlichtpremiere und gala-sieg!
Ein Jubelschrei hallte durch das Städtische Stadion an der Düsternortstraße – der SV Atlas Delmenhorst hat Geschichte geschrieben! Nach jahrelangem Kampf konnte am Mittwoch endlich das erste Flutlichtspiel überhaupt ausgetragen werden, und die Mannschaft von Key Riebau krönte diesen historischen Abend mit einem beeindruckenden 4:0-Erfolg gegen den TuS Bersenbrück.
Die lange reise zum licht
95 Jahre! So lange mussten die Fans des SV Atlas auf diese magische Beleuchtung warten. Die neue Anlage ist mehr als nur ein technisches Upgrade; sie ist das Ergebnis unermüdlicher Arbeit und des unbeirrbaren Glaubens an die Zukunft des Vereins. Sportvorstand Bastian Fuhrken schwärmte: „Da stehst du in deiner Heimatstadt auf dieser Anlage, auf der ich seit 2008 fußballtechnisch zu Hause bin, und dann gehen diese Funzeln an – das war ein sehr bewegender Moment.“ Die Oberbürgermeisterin beehrt die Premiere mit ihrer Anwesenheit und unterstrich damit die Bedeutung des Ereignisses für die Stadt.

Delmenhorst auf dem weg in die regionalliga
Doch das Flutlicht ist nicht nur ein Symbol für Fortschritt, sondern auch ein Zeichen für die Ambitionen des Clubs. Mit dem klaren Sieg gegen Bersenbrück festigte Atlas seine Position an der Tabellenspitze der Oberliga Niedersachsen. Coach Key Riebau lässt keine Zweifel: „Ich bin von Anfang an in die Saison gegangen und habe gesagt, mit dieser Mannschaft wollen wir aufsteigen.“ Ein Dreikampf mit Heeslingen und Egestorf-Langreder zeichnet sich ab, aber Atlas scheint die besten Karten zu halten – insbesondere nach einer beeindruckenden Siegesserie der letzten fünf Spiele, die ohne Gegentor überstanden wurde.

Defensive macht und offensive vielfalt
Was macht diesen Atlas so stark? Die Antwort liegt in einer außergewöhnlichen Defensivleistung, die ligaweit ihresgleichen sucht: Nur 26 Gegentore in 25 Spielen! Doch auch in der Offensive glänzt die Mannschaft durch eine bemerkenswerte Vielfalt. Vier Atlas-Akteure – Steffen Rohwedder, Tobias Fagerström, Nico Poplawski und Lucas Bauer – teilen sich die Torschützenliste, was dem Gegner das Leben schwer macht. Riebau lobt den „Konkurrenzkampf“, der die Spieler zu Höchstleistungen anspornt.

Taktische meisterleistung und ein neuer riebau
Die Systemumstellung auf eine 3-5-2-Formation, die aber jederzeit in ein 4-4-2-System umgewandelt werden kann, hat das Team weiterentwickelt. Ein Wechsel, der nicht ohne den Einfluss von Coach Riebau zu sehen ist. Der Trainer hat die Stellschrauben feinjustiert, und selbst Angreifer Leonit Basha ist nun als Rechtsverteidiger zu finden. „Wir haben Sachen angepasst, ohne komplett alles zu verändern“, so Riebau, der bereits zweimal als Trainer in die Regionalliga aufgestiegen ist und die Emotionen eines weiteren Aufstiegs sehnsüchtig erwartet.
Der nächste Gegner, der TSV Wetschen, und insbesondere das Heimspiel gegen den SV Meppen II unter Flutlicht versprechen weitere spannende Kapitel in der Vereinschronik. Atlas Delmenhorst ist auf dem besten Weg, eine Ära einzuläuten.
