Herzstudie bei cottbus-fans: forscher wollen mehr daten!

Cottbus – Die Herzen der Energie-Cottbus-Fans stehen im Fokus einer überraschenden Studie. Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) plant eine Fortsetzung der LAOLA-Studie, die untersucht, wie sich die Emotionen beim Fußballbesuch auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Ein Projekt, das nun offenbar mehr Teilnehmer benötigt, um wirklich aussagekräftige Ergebnisse zu liefern.

Mehr als 300 fans gesucht: cottbus setzt auf zweitliga-euphorie

Mehr als 300 fans gesucht: cottbus setzt auf zweitliga-euphorie

Bislang wurden bereits 200 Fans mit Messgeräten ausgestattet, doch das Ziel der MUL-CT sind deutlich über 300 Probanden. Die Gespräche mit potenziellen Teilnehmern für die kommende Zweitligasaison laufen bereits auf Hochtouren. Es ist ein ambitioniertes Vorhaben, das zeigt, dass die Forscher das Potenzial dieser Studie voll ausschöpfen wollen.

Was steckt hinter LAOLA? Die Studie, die im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojekts durchgeführt wird, misst über 24 Stunden die Herzfrequenz und den Blutdruck der Fans – auch während des Stadionbesuchs. Dabei werden die emotionalen Höhepunkte eines Spiels genau unter die Lupe genommen. Die Unimedizin Cottbus betont, dass die gewonnenen Erkenntnisse einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten sollen.

„Die Erkenntnisse sollen schlussendlich einen wichtigen Beitrag für das Bewusstsein für Herz-Kreislauf-Risiken, Fan-Gesundheit, und Gesundheitsförderung in Deutschland liefern und hierbei auch einen Beitrag zur gesundheitsorientierten Forschung der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem leisten“, so die MUL-CT in einer Pressemitteilung. Die Fans von Energie Cottbus werden also nicht nur Zeugen sportlicher Höhepunkte, sondern auch zu wichtigen Wegbereitern für ein besseres Verständnis der Zusammenhänge zwischen Sport und Gesundheit.

Die Zahl spricht für sich: 24 Stunden lang werden die Fans überwacht, um die Auswirkungen emotionaler Belastung auf Herz und Blutdruck zu analysieren. Ein Projekt, das das Potenzial hat, die medizinische Forschung im Bereich des Sports nachhaltig zu beeinflussen. Die Cottbuser Universität hofft nun auf eine rege Beteiligung der Fans, um die Studie zum Erfolg zu führen.