Hertha-frauen demontieren hansa und schieben union weg

320 Zuschauer, vier Tore, ein Eigentor – und ein Spalt, der jetzt drei Punkte groß ist. Hertha BSC hat die Regionalliga Nordost am Sonntag mit einem 4:0 gegen Hansa Rostock neu vermessen. Die Berlinerinnen zogen vor, Union zweite Mannschaft hinten.

Die Partie war nach acht Minuten gelaufen. Elly Böttcher traf flach ins lange Eck, Vivien Knappe lenkte den zweiten Ball unglücklich ins eigene Tor, und als Lotte Reimold kurz vor dem Pausenpfiff das 3:0 markierte, war Hansa schon nur noch Schattenboxen. Svenja Poock schraubte das Ergebnis in der 85. Minute auf 4:0. Die Gäste verloren nicht nur, sie verloren die Orientierung: kein Torschuss nach der Pause, kein Durchkommen gegen Herthas kompaktes 4-1-4-1.

Union muss nun nachlegen – und hat das schwerere programm

Union muss nun nachlegen – und hat das schwerere programm

Die Tabellenführung ist kein Schreibfehler mehr. Hertha steht bei 27 Punkten, Union folgt mit 24. Die Köpenicker müssen nun in Jena und daheim gegen Erfurt ran, während die Hauptstädterinnen mit Türkiyemspor und Hohen Neuendorf zwei Kellerkindern begegnen. Die Goal-Differenz spricht bereits 15:5 für Hertha – ein Polster, das in der drittletzten Runde zählen könnte.

Während oben die Großen rechnen, rutschen unten die nächsten Abstiegskandidaten durchs Raster. Türkiyemspor kassierte im Duell mit Erfurt ein 0:2 und rutscht auf Rang acht. Turbine Potsdam II verlor das Brandenburg-Derby in Hohen Neuendorf mit 1:3 und ist nur noch einen Punkt vom Strich entfernt. Die Liga verdichtet sich, die Nerven liegen blank.

Die Saison hat erst 14 Spieltage geworfen, aber schon jetzt zeigt sich: Wer in Berlin nicht mithält, fliegt raus aus dem Aufstiegsrennen. Hertha hat die Weichen gestellt – und die Gegner laufen sich warm.