Hertha bsc verspielt aufstiegschancen gegen braunschweig!
Ein Unentschieden, das weh tut: Hertha BSC hat am Sonntag in Braunschweig die Chance auf den Aufstieg vergeben. Das 1:1 in Niedersachsen markiert das endgültige Aus für die Berliner Hoffnungen und offenbart tiefliegende Probleme im Team.
Die früchte der verwertung bleiben aus
Die Partie verlief ähnlich wie viele in dieser Saison: Hertha ging durch einen Elfmeter von Fabian Reese in Führung (11.), doch die berliner Mannschaft fand keine Mittel, die Führung auszubauen. Luca Schuler, der auffälligste Offensivspieler, traf zweimal das Aluminium – ein deutliches Zeichen für die mangelnde Effizienz vor dem Tor. Die Rote Karte für Kennet Eichhorn in der 73. Minute mag die Aufgabe erschwert haben, doch Sportdirektor Benjamin Weber machte keinen Hehl daraus, wo die eigentliche Ursache des Scheiterns liegt: „Die Chancenverwertung war der Knackpunkt.“
Abwehrchef Toni Leistner stimmte zu: „Über die Rote Karte kann man diskutieren, aber das bringt nichts. Wir hätten das Ding vorher entscheiden müssen. Wenn wir das 2:0 und 3:0 machen, sieht es hier ganz anders aus.“ Die Berliner wirkten zunehmend passiv, während Braunschweig das Spiel übernahm. Max Marie gelang schließlich der umstrittene Ausgleichstreffer in der 78. Minute, der die kollektive Ernüchterung im Hertha-Lager perfekt machte.
Keeper Tjark Ernst, der wie so oft der beste Berliner, räumte ein: „Außer dem Schuss hatte Braunschweig nicht mehr viel in Überzahl. Deswegen ist es sehr ärgerlich, das Gegentor zu kassieren. Spätestens jetzt ist der Zug abgefahren.“ Die sieben Punkte Rückstand auf den Drittplatzierten Elversberg sind eine bittere Erkenntnis.

Leitl steht vor der aufgabe, das ruder zu übernehmen
Trainer Stefan Leitl, der zusammen mit Sportdirektor Weber über den Sommer hinaus eine Job-Garantie erhalten hat, forderte seine Mannschaft auf, sich an die eigene Nase zu fassen: „Wir haben in der ersten Hälfte zu wenig aus den Möglichkeiten und der Überlegenheit gemacht.“ Die Saison war geprägt von verpassten Chancen und fehlender Konstanz. Hertha muss im Sommer einen Umbruch wagen, um die finanziellen Erlöse aus möglichen Transfers zu maximieren. Spieler wie Tjark Ernst gehören zu den Verkaufskandidaten.
Die Enttäuschung ist groß, doch die Verantwortlichen müssen nun die Weichen für die Zukunft stellen. Hertha BSC hat die Chance auf den Aufstieg vergeben – eine Saison, die letztlich mehr Fragen als Antworten hinterlässt.
