Hertha bsc: leitl bleibt – kader-umbruch naht!
Berlin – Hertha BSC krempelt den Kader um, setzt aber auf Kontinuität im Traineramt. Geschäftsführer Peter Görlich hält trotz einer bislang enttäuschenden Saison an Cheftrainer Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber fest. Eine mutige Entscheidung, angesichts der Erwartungen und der Notwendigkeit, die sportliche Wende zu vollziehen.

Die zeichen stehen auf neuanfang: ein schlanker, kosteneffizienter kader
Görlich machte deutlich, dass der aktuelle Kader mit seinen hohen Ausgaben nicht tragbar sei. „Wir wissen, dass wir einen der teuersten Kader der Liga haben und uns die Kaderstrukturen eigentlich nicht leisten können“, erklärte er in einem FAZ-Interview. Die Rechnung ist einfach: Kosten und Erfolg müssen in einem besseren Verhältnis stehen. Das bedeutet für die kommende Saison 2026/27 eine grundlegend andere Zusammenstellung – weniger Spieler, weniger Ausgaben, aber gezielte Investitionen in Qualität.
Die Notwendigkeit, Transferüberschüsse zu erwirtschaften, wird in Berlin großgeschrieben. Verkäufe von Leistungsträgern sind daher wahrscheinlich, auch wenn Görlich betonte: „Am liebsten würde ich keinen unserer Spieler abgeben.“ Doch die finanzielle Realität zwingt zu Entscheidungen. Es gilt, Angebote gewissenhaft zu prüfen und gemeinsam mit den Spielern die besten Optionen zu finden – eine Balance zwischen sportlichen Zielen und wirtschaftlicher Notwendigkeit.
Die größte Transformation im Fußball, so Görlich, stehe Hertha bevor. Ein Prozess, der schmerzhaft sein kann, aber notwendig, um langfristig wieder konkurrenzfähig zu werden. Die bisherige Saison, in der die Mannschaft nie wirklich an die Spitze der 2. Bundesliga herangekommen ist, wird als Startpunkt für eine größere Entwicklung gewertet. Trotzdem wurde eine positive Entwicklung festgestellt, das Gesamtgefüge stabilisiert. Es fehlt der letzte Kick – aber die Hoffnung auf eine bessere Zukunft bleibt bestehen.
Die Entscheidung, an Leitl und Weber festzuhalten, ist ein klares Signal an die Fans und die sportliche Öffentlichkeit. Es ist der Versuch, Stabilität zu schaffen und eine langfristige Perspektive zu entwickeln. Ob dieser Weg zum Erfolg führt, wird die kommende Saison zeigen. Fest steht: Hertha BSC befindet sich im Umbruch – ein Umbruch, der den Verein massiv verändern wird.
