Hefti: mls-neuanfang bei d.c. united – messi-gegner und leader mit plan

Silvan Hefti scheint endlich seinen Weg zurück an die Spitze gefunden zu haben. Nach einer tristen Zeit beim HSV hat der Rechtsverteidiger in den USA bei D.C. United unter Trainer René Weiler einen frischen Start hingelegt – und das mit Erfolg. Keine Minute verpasst, Stammspieler von Beginn an und ein klares Ziel vor Augen: Hefti will die Mannschaft zurück in die Playoffs führen.

Die hamburger enttäuschung und der entscheidende anruf

Die letzten Monate in Hamburg waren für Hefti ein sportliches Tief. „Es gab keine echte Chance auf einen Turnaround“, gesteht er offen. Der Wechsel in die Major League Soccer (MLS) war somit nicht nur eine Flucht vor der tristen Realität, sondern eine bewusste Entscheidung für eine neue Herausforderung. Der entscheidende Impuls kam von einem alten Bekannten: René Weiler, der Trainer von D.C. United, wusste genau, was er an Hefti hatte. „René hat mir vom ersten Telefonat an ein sehr gutes Gefühl gegeben“, erinnert sich der Rechtsverteidiger.

Mehr als nur ein karriere-ausflug: heftis einschätzung der mls

Mehr als nur ein karriere-ausflug: heftis einschätzung der mls

Viele belächeln die MLS als einen Karriere-Ausflug, doch Hefti sieht das anders. Zwar räumt er ein, dass es ein größeres Leistungsgefälle gibt und die Liga technisch und taktisch nicht mit den Top-5-Ligen Europas mithalten kann. Aber er betont: „Es gibt Mannschaften, die auf europäischem Niveau mithalten könnten.“ Als Beispiel nennt er Inter Miami, dessen Spiel sich für ihn anfühlt wie ein Bundesliga-Duell. Das Heimspiel gegen Lionel Messi und Inter Miami, bei dem das Stadion von 20.000 auf 72.000 Zuschauer ausverkauft war, verdeutlicht die enorme Popularität des Fußballs in den USA und die völlig andere Vermarktungsstrategie im Vergleich zu Europa. „Hier ist alles stärker auf Events und Stars ausgerichtet.“

Die fankultur und die wm-euphophobie

Die fankultur und die wm-euphophobie

Die Fankultur in den USA unterscheidet sich deutlich von der europäischen. Sie ist weniger heissblütig, was Hefti jedoch als erfrischenden Kontrast empfindet. „Es ist spannend, dieses amerikanische Lebensgefühl kennenzulernen.“ Auffällig ist auch, dass die bevorstehende WM 2026, die teilweise in den USA stattfinden wird, noch keine große Euphorie ausgelöst hat. „Der große Hype ist noch nicht da“, so Hefti, „aber mir wurde gesagt: Wenn es losgeht, dann richtig.“

Heftis rolle als leader und die hoffnung auf die nati

Heftis rolle als leader und die hoffnung auf die nati

Für Hefti geht es in Washington darum, als Leader voranzugehen und eine „Winner-Mentalität“ ins Team zu bringen. Er genießt es, wieder regelmäßig zu spielen und auf einem hohen Niveau unter Weilers fordernder Führung zu arbeiten. Und obwohl die WM noch in weiter Ferne liegt, hofft er inständig, dass die Schweizer Nationalmannschaft so weit wie möglich vorankommt. Hefti hat gezeigt: Manchmal braucht es einen Neuanfang am anderen Ende der Welt, um seine beste Form wiederzufinden und eine neue Karriere zu starten.