Hecking zündet den dj und hofft, dass die wölfe jetzt endlich wieder jaulen
Dieter Hecking hat den Wolfsburger DJ wieder lauter gedreht – und meint, damit schon fast die halbe Rettung geschafft zu haben. Gegen Werder Bremen soll am Samstag der nächste Ton folgen: drei Punkte, sonst wird es eng im Abstiegsrennen.
Der Coach, der vor zwei Wochen die Trümmer von Daniel Bauer übernahm, spürt einen „Stimmungsumschwung“. Die Kabine lacht wieder, die Lautsprecher dröhnen, die Spieler tanzen. „Das sind kleine Signale, dass sich was rührt“, sagt Hecking. Doch er weiß: „Ein Sieg würde die Köpfe endlich frei machen.“
21 Punkte, platz 17 – und trotzdem spricht der trainer vom vertrauen
Die Tabelle lügt nicht. Der VfL steht mit 21 Zählern auf dem Relegationsplatz, drei Punkte trennen ihn vom rettenden Ufer. Aber Hecking redet sich nicht schlecht. Er redet sich mutig. „Druck ist da, klar. Den kann man nicht wegreden.“ Er habe aber Vertrauen – in die Jungs, in den Spielplan, in sich selbst. Das 1:1 in Hoffenheim war ein erster Befreiungsschlag, doch es reicht nicht.
Werder steht kaum besser da. 25 Punkte, aber die Bremer haben ihre eigne Angst im Gepäck. Für beide Teams ist das Duell ein Endspiel im März. Wer verliert, gerät in Todesangst. Wer gewinnt, darf durchatmen – zumindest für 90 Minuten.

Die fans fordern ein zeichen – und hecking liefert eine kampfansage
Beim letzten Heimspiel gegen Hamburg flogen Bengalos, Raketen, Wut. Die Anhänger sind enttäuscht, sauer, bereit, die Mannschaft zu verlassen. „Wir sind in der Bringschuld“, sagt Hecking offen. Ein Gespräch mit Fanvertretern hat stattgefunden, aber reden allein löst keine Tore. „Wenn wir Kompaktheit und Leidenschaft zeigen, werden die Fans mitziehen. Aber wir müssen liefern.“
Am Samstag um 15.30 Uhr wird das Stadion kochen. Hecking will, dass seine Spieler das Feuer nicht nur spüren, sondern es entzünden. Der DJ ist schon lauter. Jetzt muss das Team nachlegen – sonst wird der Soundtrack zur 2. Liga schnell verstummen.
