Hecking zerreißt großkreutz: „respektlos, was der da von sich gibt“

Dieter Hecking hat Kevin Großkreutz mit deutlichen Worten attackiert. Der VfL-Trainer reagierte am Dienstag auf die Abstiegswünsche des Weltmeisters von 2014 mit scharfer Kritik. „Ich empfehle, dass man vor seiner eigenen Tür kehrt. Diese Aussagen sind despektierlich, weil es sehr einfach ist, von draußen draufzuhauen“, sagte Hecking der Sport Bild.

Was war passiert? Großkreutz hatte in seinem Podcast „Viertelstunde Fußball“ den Wunsch geäußert, der VfL möge absteigen. „Eigentlich dürfen sie nicht absteigen. Stadion immer voll, geile Stimmung“, sagte er sarkastisch und legte nach: „Ich rede ja immer vom Herzen. Ich will, ich wünsche mir, dass die absteigen!“

Hecking verteidigt den vfl: „30 jahre bundesliga sprechen für sich“

Für Hecking geht das zu weit. „Wenn ein Verein knapp 30 Jahre in der Bundesliga spielt, hat er jede sportliche Berechtigung, dort zu bleiben“, betonte der Coach. Der VfL steht aktuell auf Platz 17 – vier Zähler hinter dem Relegationsrang, sechs Punkte hinter Platz 15. Die Lage ist ernst, doch Hecking verweigert sich jeder Fatalität.

„Ich halte nichts von Rechenspielen, weil es gerade in der Endphase einer Saison oft sehr unerwartete Ergebnisse gibt“, sagt er. „Wir können nur unsere eigenen beeinflussen. Klar ist: Platz 16 ist unser Minimalziel.“

Gerüchte über chaos intern – hecking widerspricht vehement

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Auch Spekulationen über interne Unruhen weist der 59-Jährige zurück. „Nein, da kommt die Mannschaft zu schlecht weg“, sagt er. „Es ist nicht einfach, wenn man viele verschiedene Nationalitäten und Charaktere hat, die unterschiedlich mit Niederlagen umgehen. Aber hier sitzen keine 24 Stinkstiefel, die nicht miteinander können.“

Dennoch räumt er ein: „Der Kader ist zu groß.“ Eine Spur von Selbstkritik, die angesichts der sportlichen Lage kaum überrascht. Sechs Spiele bleiben, um den Abstieg zu verhindern. Die Zeit läuft – und mit ihr die Geduld.