Hecking schockiert: wolfsburg-abstieg wird offen gewünscht!
Wolfsburg steht vor dem Abgrund – und nun schlägt ein ehemaliger Weltmeister Alarm, allerdings nicht im Sinne der Wölfe. Dieter Hecking, der erfahrene Fußballlehrer, äußerte sich gestern scharf zu den jüngsten Äußerungen von Kevin Großkreutz, der im Podcast „Viertelstunde Fußball“ einen Abstieg der Wolfsburger offen herbeigewünscht hatte. Eine Ansage, die Hecking als „respektlos“ abtut und die Diskussion um die Zukunft des Vereins weiter anheizt.

Die wortwahl des ex-weltmeisters: ein affront?
Großkreutz, der 2014 zur WM-Elf gehörte, schien im Podcast wenig Rücksicht auf die aktuelle Gemütslage in Wolfsburg zu nehmen. Seine Worte – „Eigentlich dürfen sie nicht absteigen. Stadion immer voll, geile Stimmung!“ – wirkten zynisch und provokativ. Der Zusatz, er wünsche sich den Abstieg, stieß bei vielen Fans und Verantwortlichen auf Unverständnis. Hecking teilte diese Meinung und forderte deutlich: „Ich empfehle, dass man vor seiner eigenen Tür kehrt. Diese Aussagen sind despektierlich.“
Die Situation ist ernst: Wolfsburg liegt mit sechs Spieltagen noch zu verzeichnen auf dem direkten Abstiegsplatz 17, lediglich vier Punkte trennen das Team vom rettenden Ufer. Doch seis Punkte fehlen auf den Relegationsplatz. Die Aussagen Großkreutz' werfen ein schlechtes Licht auf die Stimmung in der Bundesliga und zeigen, wie fragil das Vertrauen in den Klassenerhalt sein kann.
„Wir können nur unsere eigenen Spiele beeinflussen“, betonte Hecking. Und während die Kadergröße als Problem erkannt wurde, lehnte der Trainer vehement Gerüchte über chaotische Zustände im Team ab: „Hier sitzen keine 24 Stinkstiefel, die nicht miteinander können.“
Doch das eigentliche Ausrufezeichen setzte Hecking mit seiner Kritik am Schiedsrichtergespann im letzten Spiel: „Das war unterirdisch!“ Ein deutlicher Hinweis darauf, dass auch die Leistungen der Unparteiischen zur prekären Lage des Teams beitragen.
Die Werkself hatte sich zuvor gegen Bremen durchgesetzt, während die Wölfe im Parallelspiel gegen Leverkusen eine deutliche 6:3-Niederlage hinnehmen mussten. Eine weitere Enttäuschung für die Anhänger des abstiegsgefährdeten Teams. Der Druck auf die Mannschaft und das Trainerteam steigt weiter, während die Zeit knapp wird.
