Hecking schimpft: großkreutz' wolfsburg-wünsche als „respektlosigkeit“, schiri-leistung „unterirdisch“

Wolfsburg – Dieter Hecking, der Trainer von VfL Wolfsburg, hat nach den jüngsten Äußerungen von Kevin Großkreutz, einem ehemaligen Weltmeister, scharfe Kritik geübt. Großkreutz hatte im Podcast „Viertelstunde Fußball“ seinen Wunsch nach dem Abstieg des VfL Wolfsburg geäußert, was Hecking nun als inakzeptabel und respektlos abqualifiziert.

Die wortwahl des weltmeisters: ein schlag ins gesicht?

Die Äußerungen Großkreutz' waren, gelinde gesagt, überraschend. Er wünschte sich im Podcast, dass Wolfsburg absteige, obwohl das Stadion stets voll sei und die Stimmung exzellent. „Ich rede ja immer vom Herzen. Ich will, ich wünsche mir, dass die absteigen! Und fertig“, so Großkreutz. Diese unbedachte Wortwahl hat nun die Wut von Hecking hervorgerufen.

„Ich würde jedem empfehlen, zuerst vor seiner eigenen Tür zu kehren“, konterte Hecking in einem Interview mit „Sport Bild“. „Diese Aussagen sind despektierlich, weil es sehr einfach ist, von außen draufzuhauen. Wenn ein Verein fast 30 Jahre in der Bundesliga spielt, hat er jede sportliche Berechtigung, dort zu bleiben.“ Die Reaktionen auf diese Äußerungen fallen eindeutig: Großkreutz’ Kommentar wirkt gerade in der heiklen Phase der Saison unprofessionell und wenig hilfreich für die Mannschaft.

Chaos im team? hecking weist gerüchte zurück – aber:

Chaos im team? hecking weist gerüchte zurück – aber:

Neben dem Konflikt mit Großkreutz äußerte sich Hecking auch zu Gerüchten über chaotische Zustände innerhalb der Mannschaft. Er wies diese vehement zurück: „Nein, da kommt die Mannschaft zu schlecht weg. Es ist nicht einfach, wenn man viele verschiedene Nationalitäten und Charaktere hat, die unterschiedlich mit Niederlagen umgehen. Aber hier sitzen keine 24 Stinkstiefel, die nicht miteinander können. Und Chaos wird es bei mir nie geben.“ Allerdings räumte er ein, dass der Kader zu groß sei.

Die Situation in der Bundesliga ist angespannt. Wolfsburg belegt aktuell den direkten Abstiegsplatz 17, es fehlen vier Punkte zum Relegationsrang und sechs Punkte zum direkten Klassenerhalt. Hecking betonte, dass er „nichts von Rechenspielen hält“, sondern sich auf die eigenen Leistungen konzentrieren möchte. „Klar ist, dass jetzt Platz 16 unser Minimalziel ist.“ Das Kellerduell gegen Bremen wurde mit 2:1 verloren, was die Lage weiter verkompliziert.

Und es gab noch eine weitere bittere Pille für die Wölfe: Die Leistung des Schiedsrichters wurde von Hecking als „unterirdisch“ kritisiert. Ein weiteres Spiel, das mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.

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