Hearts auf titelkurs: steinwender könnte celtic-rangers-dominanz beenden!

Edinburgh bebt! Nach Jahrzehnten der Vorherrschaft von Celtic und den Rangers scheint sich die schottische Fußballlandschaft zu verändern. Heart of Midlothian, angeführt vom burgenländischen Innenverteidiger Michael Steinwender, katapultiert sich ins Rampenlicht und droht, die etablierte Ordnung zu stürzen. Ein Blick auf die Tabelle lässt kaum Zweifel: Mit einem Punkt Vorsprung auf die Rangers und drei auf Celtic ist der Titelgewinn plötzlich greifbar.

Die ungeschlagene heimstärke als schlüssel zum erfolg

Was macht die Hearts so stark? Neben der beeindruckenden Heimstärke – ungeschlagen in der eigenen Tynecastle Arena – ist es vor allem die defensive Stabilität, die den Unterschied ausmacht. Das Team von Trainer Steven Naismith hat die wenigsten Gegentore der Liga kassiert und demonstrierte in den direkten Duellen gegen Celtic und die Rangers ein beeindruckendes Selbstvertrauen. 13 Punkte aus sechs Spielen gegen die beiden Topteams sprechen eine deutliche Sprache.

"Die Mentalität und die Chemie stimmen bei uns. Und in diesen Spielen haben wir schon auch sehr viel Selbstvertrauen getankt," so Steinwender im Gespräch mit dem kicker. Diese Worte unterstreichen den Zusammenhalt und die Entschlossenheit, die das Team auszeichnet. Nach 33 Spieltagen an der Tabellenspitze zu stehen, fühlt sich fast schon wie ein Meistertitel an. Aber es ist erst der Anfang. Jetzt beginnt das Entscheidende.

Datenanalyse als erfolgsrezept: tony blooms investition

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Doch der Erfolg der Hearts ist nicht nur auf das Können der Spieler zurückzuführen. Der englische Investor Tony Bloom, dessen Poker-Know-how bereits in Brighton & Hove Albion, Royal Union Saint Gilloise, Como und Nürnberg zum Erfolg geführt hat, hat der Mannschaft eine wertvolle Waffe an die Seite gestellt: „Jamestown Analytics“. Diese Datenbank, die Spielanalysen und Scouting-Informationen liefert, hilft den Verantwortlichen, fundierte Entscheidungen zu treffen. So wurde beispielsweise Claudio Braga aus der zweiten norwegischen Liga entdeckt, der mit 14 Toren in der Premiership-Torschützenliste überzeugt.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf den Wiederverkaufswert der Spieler gelegt. "Im September hat es schon erste Gespräche gegeben, in denen auch klargestellt wurde, dass dem Klub gewinnbringende Weiterverkäufe wichtig sind," erklärt Steinwender. Die Hearts handeln klug und setzen auf eine Kombination aus Talent und Datenanalyse.

Der blick nach vorne: derby gegen hibernian und das finale im titelkampf

Der blick nach vorne: derby gegen hibernian und das finale im titelkampf

Die nächste Woche steht für die Hearts im Zeichen des Derbys gegen Hibernian an. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Raphael Sallinger, Steinwenders ehemaligem Mitspieler aus Hartberg, der im Tor der Gegner stehen wird. "Die Rivalität ist nicht ganz so groß wie bei beim Wiener Derby," so Steinwender, "Raphael werde ich nach Schlusspfiff noch auf dem Spielfeld die Hand geben, plaudern werden wir aber sicher erst in der Kabine miteinander."

Bevor es aber in das Derby geht, bereiten sich die Hearts in La Manga auf die entscheidenden Spiele vor. Die letzten beiden Heimspiele gegen die Rangers und Falkirk sind bereits ausverkauft, und am letzten Spieltag geht es in den Celtic Park. Sollte es zu einem Punktegleichstand kommen, entscheidet die Tordifferenz, gefolgt von den geschossenen Toren und schließlich den direkten Duellen. Steinwender lässt sich davon nicht beirren: "Dritter sind wir schon mal fix, wir können nur von Spiel zu Spiel schauen."

Die schottischen Medien sprechen seit Monaten von einem Titelgewinn, und auch die Fans sind begeistert. Michael Steinwender und seine Teamkollegen haben die Chance, eine Ära zu beenden und die schottische Fußballwelt in Aufruhr zu versetzen. Ein historischer Coup in Edinburgh ist in greifbarer Nähe!