Hbw balingen dominiert – elbflorenz zittert sich zum sieg

Spieltag 22 der 2. Handball-Bundesliga hat geliefert, was man von einem Aufstiegsrennen erwartet: Kantersiege, Last-Second-Drama und ein Abstiegskampf, der keine Atempause lässt. HBW Balingen-Weilstetten setzte dabei das deutlichste Ausrufezeichen des Wochenendes – ein 39:24 gegen den HSC 2000 Coburg, das keine Fragen offen ließ.

Balingen lässt coburg keine chance

2.143 Zuschauer sahen eine Mannschaft, die weiß, wohin sie will. Nach gut zwölf Minuten hatten die Balinger das Spiel in der Hand, eine Vierer-Serie zum 11:7 machte früh klar, dass Coburg hier nichts holen würde. Zur Pause stand es 20:13 – danach war es keine Frage mehr, sondern Formalie. Torwart Daniel Rebmann steuerte 17 Paraden bei, sechs verschiedene Spieler trafen vier Mal oder öfter. Wer die Last auf so viele Schultern verteilt, ist schwer zu stoppen.

Elbflorenz überlebt einen herzschlag-krimi

Elbflorenz überlebt einen herzschlag-krimi

Am Montag dann das genaue Gegenteil: Der HC Elbflorenz Dresden brauchte bis zur letzten Sekunde. Beim Stand von 28:30 zwei Minuten vor Schluss schien die Partie gegen Lübeck-Schwartau verloren. Dann traf Sebastian Greß, dann Anton Preußner – 30:30. Und mit der Sirene war es Greß erneut, der den Ball ins Netz drückte. 31:30. Schlusstand. Wahnsinn. Elbflorenz ist damit punktgleich mit Balingen auf Platz zwei – das Aufstiegsrennen bleibt eng.

Bietigheim lässt sich nicht schütteln

Bietigheim lässt sich nicht schütteln

Spitzenreiter SG BBM Bietigheim erledigte seine Hausaufgaben am Sonntag mit kühler Effizienz: 32:26 gegen Nordhorn-Lingen, beide Halbzeiten mit drei Toren Vorsprung beendet, Jonathan Fischer mit neun Treffern als bester Werfer. Das Punktekonto steht auf 36:8 – ein Polster, das sich sehen lässt. Nordhorn hingegen bleibt mit 30:14 Punkten vier Zähler hinter dem zweiten Aufstiegsplatz.

Potsdam stolpert gegen lübbecke

Potsdam stolpert gegen lübbecke

Der 1. VfL Potsdam hätte sich mit einem Sieg in den Aufstiegskampf einmischen können. Stattdessen verlor der frühere Erstligist zu Hause gegen den TuS N-Lübbecke mit 28:30 – obwohl man kurz vor der Pause durch Jannek Klein beim 12:11 erstmals in Führung gegangen war. Nach dem 14:14 zur Halbzeit übernahmen die Gäste das Kommando, eine Dreier-Serie in der zweiten Hälfte entschied die Partie. Bitter für Potsdam, das nun sechs Punkte hinter Bietigheim liegt.

Dormagen dreht das spiel gegen essen

Dormagen dreht das spiel gegen essen

Im Abstiegskampf war der direkte Vergleich zwischen TSV Bayer Dormagen und TuSEM Essen das Spiel des Spieltags. Dormagen startete mit einem 2:6-Fehlstart denkbar schlecht, fand sich aber zurück – beim 9:8 hatten die Hausherren die Führung übernommen. Was folgte, war ein packendes Hin und Her vor 1.496 Zuschauern im Bayer Sportcenter. Ein Doppelschlag zum 37:34 brachte die Entscheidung, am Ende hieß es 39:35. Dormagen zieht in der Tabelle an Essen vorbei.

Krefeld atmet auf, oppenweiler versinkt

Krefeld atmet auf, oppenweiler versinkt

Die HSG Krefeld Niederrhein gewann das direkte Kellerduell gegen den HC Oppenweiler/Backnang mit 36:25. Krefeld brauchte bis zur Schlussphase der ersten Halbzeit, um sich vom 13:13 auf 16:14 abzusetzen – ein 4:0-Lauf zu Beginn des zweiten Durchgangs machte dann alles klar. Die Rote Karte gegen Dominik Weiß in der 49. Minute besiegelte Oppenweilers Schicksal endgültig. Der Klassenerhalt für das weiterhin sieglose Schlusslicht ist inzwischen kaum noch realistisch.

Eulen und ferndorf sammeln wichtige punkte

Eulen und ferndorf sammeln wichtige punkte

Die Eulen Ludwigshafen gewannen beim Dessau-Roßlauer HV mit 30:27 und festigen damit Platz 14. Dessau kämpfte nach der Halbzeit mit starken Paraden von Philipp Ambrosius um den Ausgleich – doch mit nur zehn Feldspielern fehlten am Ende schlicht die Kräfte. Der TuS Ferndorf seinerseits gewann beim TV Großwallstadt mit 31:27, nachdem Torwart Can Adanir an seiner alten Wirkungsstätte elf Paraden gezeigt hatte. Großwallstadt rannte nach einem 0:6-Fehlstart dem Rückstand nie wirklich gefährlich hinterher. Hagen wiederum schlug Hüttenberg 37:34 – nach der Phantom-Tor-Debatte der Vorwoche wollte man keine Diskussionen mehr. Das ist gelungen.