Havertz wehrt sich gegen arsenal-aus: „ich bin angekommen“

Kai Havertz lässt die Bombe platzen – und meint damit nicht das 3:2 gegen Manchester, sondern die Gerüchte über seine angeblich bevorstehende Trennung von Arsenal. „Davon habe ich noch nichts gehört“, sagt er knapp, während seine Stimme zwischen Überraschung und leisem Ärger schwankt. Die Pressekonferenz in Frankfurt wird zur Bühne für ein Statement, das in London sofort Wellen schlägt.

Telegraph-report ließ havertz auf der streichliste landen

Der Telegraph hatte Anfang März gemeldet, Mikel Arteta müsse im Sommer 300 Millionen Euro Transfervolumen wieder hereinholen, um die FFP-Waage zu halten. Havertz’ Name tauchte dabei neben dem von Martin Ødegaard auf – ein Satz, der den 26-Jährigen kalt erwischte. „Ich fühle mich pudelwohl bei Arsenal, und ich glaube, das Gefühl ist mutual“, kontert er und streicht sich dabei fast unwillkürlich über das rechte Knie, das ihn fast die komplette Vorsaison kostete.

Dahinter steckt mehr als ein paar Zeitungszeilen. Havertz kehrte erst im Januar zurück, nachdem ihn ein Muskelfaserriss fünf Monate lahmgelegt hatte. Drei Wochen später die nächste Zerrung – sein Körper wurde zur tickenden Zeitbombe. „Klar, es war keine einfache Saison“, sagt er und senkt die Stimme, „aber ich bin wieder hier, und ich bin bereit, zu liefern.“

Wm 2026 als große bühne

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Während Arsenal auf die erste Meisterschaft seit 2004 zusteuert, plant Havertz längst weiter. Die Champions-League-K.o.-Phase liegt vor der Tür, das DFB-Trikot wartet seit November 2024 auf ihn. „Ich sehe meine Zukunft auf jeden Fall bei Arsenal“, betont er noch einmal, diesmal ohne „aber“ oder „wenn“ – ein Satz, der in Nord-London gerne zitiert wird, seitdem die Spurs wieder näher rücken.

Die Zahlen sprechen für sich: 14 Tore, 7 Assists in 27 Pflichtspielen, dazu die zweitbeste Zweikampfquote im Kader. Wer ihn verkaufen will, muss mehr als Bilanzen lesen – er muss die Chemie ignorieren, die Havertz mit Bukayo Saka und Declan Rice aufbaut. „Wir sind auf dem Weg, etwas Großes zu erreichen“, sagt er, „und ich habe keine Lust, vor dem Ziel auszusteigen.“

Am Saisonende wird sich zeigen, ob die Geschäftsführung ihm glaubt – oder ob die 300 Millionen am Ende doch lauter werden als ein Sieger, der endlich wieder laufen kann. Havertz hat seine Antwort schon parat: „Ich bin nicht mehr der Junge von Leverkusen, der nur Tore schießt. Ich bin Teil dieser Maschine. Und die läuft erst richtig.“