Hausotter verpasst sensation: sieben darts, aber kein 9-darter!

München tobte, aber Marcel Hausotter musste sich im Entscheidungslieg des German Darts Grand Prix mit knappen 5:6 gegen Jonny Clayton geschlagen geben. Ein Match voller Dramatik, das die Fans in Ekstase – und kurzzeitig in Entsetzen – versetzte. Der Deutsche war dem historischen Triumph so nah, doch am Ende fehlte ihm der entscheidende Pfeil.

Ein abend für die geschichtsbücher

Ein abend für die geschichtsbücher

Die Atmosphäre im Zenith war elektrisierend, als Hausotter und Clayton ihre Pfeile schwangen. Bis zum 3:3 war es ein ausgeglichenes Spiel, doch dann entfachte sich ein wahrer Darts-Krimi. Im siebten Leg ließ Hausotter die Halle explodieren: Sieben perfekte Darts in Folge! Der Jubel kannte keine Grenzen, doch die Hoffnung auf den ersten 9-Darter für Deutschland im German Darts Grand Prix platzte, als der achte Pfeil knapp neben die Triple-19 strich.

Die Stimmung wandelte sich schlagartig. Anstelle des anfänglichen „Hausi!“ dröhnte es nun aus den Rängen: „Super-Hausi! Super-Hausi olé!“ Selbst Clayton, der Waliser Topstar, zeigte Anerkennung, klatschte und applaudierte anerkennend. Hausotter konterte mit einem Lächeln, genoss sichtlich den frenetischen Support der Fans.

Mit einem Check von 81 über das Bullseye brachte „Hausi“ sich eine Führung auf 5:4, begleitet vom tosenden Applaus der Zuschauer. Clayton konterte jedoch umgehend und glich zum 5:5 aus, woraufhin der Decider anstand. Dort musste sich Hausotter schließlich geschlagen geben. 3.500 Pfund nimmt er für seine Leistung mit nach Hause – ein beachtlicher Gewinn.

Bereits am Samstag hatte Hausotter für Furore gesorgt, als er den Altmeister Raymond van Barneveld mit 6:4 in Legs bezwang. Ein Wochenende, das seine Klasse unter Beweis stellte, auch wenn am Ende die Sensation knapp verfehlt wurde. Clayton hingegen kann auf einen weiteren Erfolg in seiner Karriere zurückblicken.

Die Leistung von Marcel Hausotter ist jedoch nicht zu schmälern. Er hat bewiesen, dass er zu den besten Dartsspielern Deutschlands gehört und dem internationalen Darts-Sport mit seiner Leidenschaft und seinem Können etwas entgegenzusetzen hat. Das Publikum in München wird diesen Abend – und die Vorstellung des fast vollendeten 9-Darters – so schnell nicht vergessen.