Hase/volodin: olympia 2030 – ein comeback im gespräch?
Ein Aufschrei im Eiskunstlauf-Himmel? Die deutschen Weltmeister Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben die Tür für eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2030 einen Spaltbreit geöffnet. Nach ihren Erfolgen in Mailand und Prag könnte das Duo noch einmal alles geben – aber es gibt auch Zweifel.

Die frage nach dem körper und der motivation
Die Luft knistert förmlich, wenn man Hase nach ihren Plänen fragt. Die Olympischen Spiele in den französischen Alpen, nur wenige hundert Kilometer von Deutschland entfernt, üben natürlich eine besondere Anziehungskraft aus. Doch die Zeit vergeht unaufhaltsam. „Es sind noch vier Jahre. Das darf man nicht unterschätzen“, so Hase im Gespräch mit RTL/ntv. „Wir werden dieses Jahr beide 27, da muss man auch mal sehen, wie der Körper mitmacht und ob man Lust hat, weiterzumachen.“ Eine ehrliche Einschätzung, die zeigt, dass die Entscheidung alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Die körperliche Belastung im Eiskunstlauf ist immens, und mit 27 Jahren stehen die Athleten oft am Scheideweg.
Der Gewinn der Weltmeisterschaft in Prag war ein Triumph, ein krönender Abschluss der Saison. Aber die Erfolge der Vergangenheit bedeuten nicht automatisch, dass die Zukunft gerettet ist. Es braucht Leidenschaft, Disziplin und vor allem einen Körper, der den Anforderungen gewachsen ist. Volodin nickt zustimmend: „Es sind noch ein paar Fragen offen. Vier Jahre sind ein langes Commitment.“
Was niemand offen erwähnt, ist die finanzielle Seite der Medaille. Ein erneuter Olympiastart bedeutet zusätzliche Investitionen in Training, Ausrüstung und Betreuung. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) wird sicherlich ihre Unterstützung zusichern, aber die Verantwortung für den Erfolg liegt letztendlich bei Hase und Volodin selbst.
Die Entscheidung wird nicht einfach werden. Aber eines ist klar: Sollten Hase und Volodin sich für einen erneuten Anlauf entscheiden, dann dürfen die Fans auf ein weiteres Kapitel deutscher Eiskunstlauf-Geschichte hoffen. Die Erinnerung an die Olympia-Bronzemedaille in Mailand ist noch frisch, und der Traum von Gold in Frankreich könnte sie beflügeln.
