Hartenstein stichelt: shai klarer mvp – und ich gehöre zu den top-bigs

Isaiah Hartenstein lacht nicht über Selbstbewusstsein, er lebt es. Nach dem Titel mit Oklahoma City erklärt der deutsche Center nicht nur seinen Superstar Shai Gilgeous-Alexander zum „klaren MVP“, sondern rückt sich selbst in dieselbe Liga der Ungeschlagenen.

„Konstanz ist das wichtigste“ – hartenstein lobt shai

133 Spiele in Folge mit mindestens 20 Punkten: Die Serie des Kanadiers ist Rekord, und Hartenstein weiß, warum. „Er macht das so, dass das Team nicht verletzt wird. Viele Scorer denken nur an sich, Shai nimmt alle mit“, sagt er im Sky-Interview. Die Art, wie Gilgeous-Alexander punktet, sei „organisch“, nicht berechnend. Der 25-Jährige sei laut Hartenstein „der Favorit, auch wenn die Saison noch läuft“.

Für den 27-jährigen Münchener ist das keine Hofschranze, sondern reine Analyse. Er selbst hat mit 2,13 m Größe und 118 kg Gewicht die Play-offs hautnah dominiert – bis die Wade zweimal zurückschlug. Erst das Sprunggelenk, dann die Wade, wieder die Wade. Drei Stationen, drei Mal Liegestütz auf dem Parkett.

Zurück in den top-ten der bigs

Zurück in den top-ten der bigs

„Wie ich die Saison angefangen habe, war es eine meiner besten“, sagt Hartenstein. Die Verletzungen bremsten ihn, aber nicht seinen Anspruch. „Ich bin immer noch einer der besten Bigs der Liga“, betont er. Statistisch liegt er nach wie vor unter den besten zehn Centers in Plus-Minus, Offensive-Rebounds und Blocks pro 36 Minuten. Die Zahlen sprechen für ihn, auch wenn er nur 21,3 Minuten pro Spiel auf dem Feld steht.

Für Oklahoma City zählt am Ende nur der Teamerfolg. Die Thunder haben schon jetzt 52 Siege, Platz eins im Westen ist zum Greifen nah. Trainer Mark Daigneault rotiert tief, Hartenstein profitiert von der zweiten Einheit, die Gegner mit Tempo und Länge überrennt.

Die Play-offs rücken näher, die Belastung steigt. Hartenstein spürt die Wade nach wie vor, aber er spürt auch den Ruf der Meisterschaft. „Wir wollen zurück ins Finale, und ich will dabei sein.“ Keine Rhetorik, sondern Programm. Für ihn und für Shai, den MVP-Kandidaten, den keiner mehr stoppen will.