Hanna öberg schlägt zu: schweden-doppel und deutsche ohne chance

Hanna Öberg hat das letzte Verfolgungsrennen des Winters in Oslo dominiert – 1:12 Minuten vor der besten Deutschen. Die Schwedin feierte einen souveränen Sieg, während Lou Jeanmonnot sich die kleine Kristallkugel in der Disziplinenwertung schnappte. Für das deutsche Team bleibt nur die Erkenntnis: Ohne Franziska Preuß fehlt der Biss.

Voigt fehlerfrei – und trotzdem chancenlos

Vanessa Voigt lief als beste Deutsche auf Platz sechs. Ihre Schießleistung war makellos: 20 Treffer, null Strafrunden. Doch die Lücke zur Spitze blieb riesig. Bereits vor dem letzten Schießen hatte sie auf Rang fünf gelegen, wurde dann aber von Lisa Vittozzi überholt. Die 28-jährige Thüringerin startete mit 1,5 Minuten Rückstand – und konnte diesen Vorsprung nicht wettmachen.

Julia Tannheimer wurde Zehnte mit drei Fehlern, Selina Grotian verbesserte sich ohne Strafrunde von Platz 26 auf 14. Janina Hettich-Walz schaffte es als 16. noch unter die Top 20. Für Marlene Fichtner (Platz 30) und Julia Kink (54.) war das Rennen eine Nebensache.

Öberg-schwestern und jeanmonnot – das podest der saison

Öberg-schwestern und jeanmonnot – das podest der saison

Hinter Hanna Öberg landete Julia Simon aus Frankreich auf Platz zwei, Elvira Öberg komplettierte das schwedische Doppel auf Rang drei. Lou Jeanmonnot wurde zwar nur Vierte, sicherte sich damit aber die kleine Kristallkugel in der Verfolgung – und überholte die Finnin Suvi Minkkinen, die auf Platz 23 liegen blieb.

Die Französin hatte bereits vor dem Rennen als Gesamtweltcupsiegerin festgestanden. Nun krönte sie ihre Saison mit dem Disziplin-Titel. Für die deutschen Athletinnen bleibt am Sonntag im Massenstart nur noch die letzte Chance auf ein Erfolgserlebnis – doch ohne Preuß sind die Aussichten dünn.

Der letzte Sieg einer DSV-Dame liegt zwei Jahre zurück. Und diese Saison? Kein Podestplatz außer dem dritten Rang von Preuß in Nove Mesto. Die Zahlen sind hart – und sie sprechen für sich.