Hanfmann scheitert in rom: zverev als letzter hoffnungsträger
Rom – Bittere Pille für das deutsche Tennis: Yannick Hanfmann ist beim ATP-Masters in Rom in der zweiten Runde an Luciano Darderi gescheitert. Das 4:6, 4:6 deutet auf eine klare Angelegenheit hin, doch der Kampfgeist des Karlsruhers war erkennbar.

Zverev trägt nun die deutsche fahne
Damit lastet nun die gesamte Hoffnung auf Alexander Zverev, der sich gegen Daniel Altmaier in einem packenden Duell durchsetzen konnte. Der Hamburger präsentierte sich in Topform und deutet an, dass er in Rom eine wichtige Rolle spielen könnte. Doch bis zum Titel sind es noch ein weiter Weg.
Hanfmann, aktuell als Nummer zwei des deutschen Tennis geführt, hatte in der Vorrunde überraschend Hubert Hurkacz bezwungen, was die Erwartungen für sein Spiel gegen Darderi steigerte. Doch der Italiener war heute einfach zu stark. Der Match endete nach knapp anderthalb Stunden Spielzeit.
Die Sandplatzsaison erreicht ihren Höhepunkt mit den French Open in der kommenden Woche. Für Hanfmann bedeutet dies eine weitere Enttäuschung nach dem Ausscheiden in Madrid. Das Turnier in Rom sollte ihm die Möglichkeit geben, sich für Paris zu empfehlen, doch das gelang ihm nicht. Zverev hingegen scheint in Fahrt zu kommen, nachdem er sich gegen seinen Landsmann Altmaier durchgesetzt hat. Seine Worte nach dem Spiel, dass er die letzten Nächte „Fieber gehabt“ habe, lassen jedoch vermuten, dass auch er noch nicht zu 100 Prozent fit ist.
Die Älteren erinnern sich vielleicht an ähnliche Zeiten, in denen deutsche Tennisspieler auf dem Centre Court von Rom scheiterten. Doch Zverev hat die Chance, eine neue Ära einzuläuten. Mit seiner derzeitigen Form könnte er durchaus ein Wörtchen um den Titel mitreden. Die Frage ist, ob er die Strapazen der letzten Wochen hinter sich lassen kann und in Paris seine beste Leistung abrufen kann.
Djokovic, der nach langer Verletzungspause wieder dabei ist, kämpft seinerseits mit einer „neuen Realität“, wie er selbst sagte. Die Konkurrenz ist größer geworden, und die jungen Spieler scheuen sich nicht, gegen den Superstar anzutreten. Seine Leistung in Rom zeigt, dass er noch Arbeit vor sich hat, wenn er seine Dominanz zurückerobern will.
