Handball-talent tucholke: verletzungswelle bremst nationalmannschafts-traum

Ein bitterer Rückschlag für Marlene Tucholke: Nur wenige Tage nach ihrer ersten Berufung in den Kader der A-Nationalmannschaft muss die 18-jährige Rückraumspielerin des HC Leipzig verletzungstechnisch aussetzen. Der Traum vom Debüt im DFB-Dress ist geplatzt, doch der junge Handballer zeigt unbändigen Willen und hält unbeirrt an ihren ehrgeizigen Zielen fest.

Leipzigs aufstiegsjoker und nun nationalspielerin

Marlene Tucholke hat sich in der laufenden Saison als eine der prägenden Figuren des HC Leipzig etabliert. Mit dem Team aus Sachsen steht sie aktuell an der Spitze der 2. Bundesliga, drei Zähler vor den Verfolgern, den Füchsen Berlin. Ihre herausragenden Leistungen blieben nicht unbemerkt, sodass Bundestrainer Markus Gaugisch sie kürzlich überraschend für den Lehrgang im April nominierte – eine Ehre, die Tucholke „ganz klassisch durch einen Anruf“ erfahren durfte.

Doch das Glück währte nicht lange. Im Derby gegen den HC Rödertal verletzte sich die talentierte Spielerin am Sprunggelenk und musste das wichtige Spiel von der Seitenlinie aus verfolgen. „Es war wahnsinnig emotional und hat unglaublich viel Spaß gemacht, aber von außen zuzuschauen, wenn man selbst nicht spielen kann, tut natürlich weh“, so Tucholke.

Europameisterin und champions-league-träume

Europameisterin und champions-league-träume

Die Verletzung überschattet zwar die aktuell aufregende Phase in ihrer Karriere, doch Tucholke blickt nach vorne. Der Aufstieg in die Bundesliga hat oberste Priorität, gefolgt von einer starken Leistung bei der U20-Weltmeisterschaft im Sommer. „Die Nominierung zur A-Nationalmannschaft war ein erster Schritt, aber darauf darf ich mich nicht verlassen. Ich muss mir die nächste Chance hart erarbeiten“, betont sie. Ihr Vorbild ist die dreifache Handball-Weltspielerin Henny Reistad, und Tucholke träumt davon, selbst einmal in der Champions League zu spielen und mit der Nationalmannschaft Weltmeisterin zu werden – „und zu Olympia zu fahren“.

Die junge Sportlerin, die 2023 vom SC Markranstädt nach Leipzig wechselte, beweist damit, dass ihr Ehrgeiz keine Grenzen kennt. Verletzungen sind Teil des Sports, doch sie scheinen ihren unbändigen Willen nur noch weiter zu befeuern. Die Handball-Fans dürfen gespannt sein, welche weiteren Erfolge Marlene Tucholke in der Zukunft feiern wird.

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