Handball-talent tucholke: verletzung stoppt aufstiegsträume – aber nicht den willen!

Ein bitterer Rückschlag für Marlene Tucholke: Die junge Handballerin des HC Leipzig, gerade erst in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen, muss kurz vor ihrem größten Karriereschritt aufgrund einer Sprunggelenksverletzung aussetzen. Doch die 18-Jährige lässt sich nicht entmutigen und hält unbeirrt an ihren ambitionierten Zielen fest.

Leipzigs aufstiegsheldin im fokus der nationalmannschaft

Marlene Tucholke hat sich in der laufenden Saison mit herausragenden Leistungen für den HC Leipzig einen Namen gemacht. Mit ihrem Team steht sie aktuell an der Spitze der Tabelle der 2. Bundesliga und scheint dem Aufstieg in die Bundesliga immer näher zu kommen – ein Erfolg, der ihr nun vorübergehend die Sicht trübt. Die Nominierung in den A-Nationalmannschaftskader von Bundestrainer Markus Gaugisch war die Krönung ihrer bisherigen Leistungen, ein Beweis für ihr Potential auf höchstem Niveau. „Herzklopfen, das war meine erste Reaktion“, gestand Tucholke, als sie von der Einladung erfuhr – ein Gefühl, das durch die Verletzung nun jäh unterbrochen wurde.

Das Derby gegen den HC Rödertal, ein weiterer Top-Anwärter auf den Aufstieg, endete zwar mit einem knappen 30:28-Sieg für Leipzig, doch Tucholke konnte verletzungsbedingt nicht mitwirken. „Es war wahnsinnig emotional, das zuzusehen, aber natürlich weht es auch, wenn man selbst nicht auf dem Platz stehen kann“, so die Rückraumspielerin ehrlich. Die Unterstützung für ihre Teamkolleginnen von der Seitenlinie war dennoch ungebrochen.

Von der em-goldmedaille zur weltmeisterschaft: tucholkes große ziele

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Tucholke blickt trotz des aktuellen Rückschlags optimistisch in die Zukunft. Der Aufstieg mit dem HC Leipzig hat oberste Priorität, gefolgt vom Traum einer erfolgreichen Weltmeisterschaft mit der U20-Nationalmannschaft im Sommer. Sie sieht die Nominierung in den A-Nationalmannschaftskader als einen ersten, wichtigen Schritt, betont aber: „Die nächste Chance muss ich mir erst einmal wieder erarbeiten.“

Ihr Vorbild? Die dreifache Handballerin des Jahres, Henny Reistad. „Ich möchte eine kleine Henny Reistad werden“, erklärt Tucholke mit leuchtenden Augen. Ihr Ehrgeiz ist unverkennbar: Handball soll zu ihrem Beruf werden – zumindest für eine Weile. Die junge Athletin, die 2023 vom SC Markranstädt nach Leipzig wechselte, beweist mit ihrer Leidenschaft und ihrem unbändigen Willen, dass sie auf dem besten Weg ist, sich diesen Traum zu erfüllen. Die Handballszene wird sie gewiss noch oft sehen – und sie wird stärker zurückkommen.