Handball-legende rivera spielt gegen barcelona: ein bittersüßer abschied
Ein Abschied, der schmerzt und gleichzeitig verbindet: Valero Rivera, einer der prägendsten Spieler der Handballgeschichte, wird am Ende dieser Saison seine Karriere beenden. Sein letztes Kapitel führt ihn zurück nach Barcelona, dem Ort, an dem seine außergewöhnliche Reise begann – ein Duell, das für ihn und die Handballwelt von besonderer Tragweite ist.

Die last der berühmten familie
Rivera, dessen Vater Valero Rivera Senior ebenfalls eine Handball-Legende war und sowohl als Spieler als auch als Trainer bei den Katalanen Erfolge feierte, hat stets unter dem immensen Druck gestanden, den Erwartungen gerecht zu werden. „Die Fußstapfen waren oft eine schwere Last“, gesteht er in einem Interview mit Marca. Obwohl seine frühe Zeit beim FC Barcelona ihm zunächst half, fühlte er sich später durch den Namen belastet. „Ich musste zu mehreren Klubs gehen, denn der Name war eine Bürde“, so Rivera.
Nach seinem ersten Abschied von Barca führte sein Weg zunächst durch die Liga Asobal, wo er in fünf Spielzeiten für vier verschiedene Vereine (Aragon, Algeciras, Guadalajara, Vigo) spielte. Doch erst der Sprung nach Frankreich zu Nantes markierte einen Wendepunkt in seiner Karriere. „In Nantes konzentrierten sie sich nur auf mein Spiel und darauf, was ich auf dem Platz leistete – das hat mir den Rücken freigehalten“, erinnert sich Rivera. Die Zeit in Nantes veränderte sein Leben nachhaltig: Seine Frau stammt von dort, seine drei Kinder wurden dort geboren.
Die Viertelfinalduelle gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, den FC Barcelona, werden zweifellos hoch emotional. Sein Vater wird im Palau Blaugrana dabei sein, um seinen Sohn zum letzten Mal auf dem Spielfeld zu unterstützen. „Ich freue mich riesig darauf, im Palau zu spielen“, sagt Rivera. „Nachdem wir nicht in dieselbe Gruppe gelost wurden, hat es das Schicksal so gewollt, dass ich vor meinem Rücktritt noch ein letztes Mal in Barcelona spielen werde. Ich habe mich immer sehr willkommen gefühlt, und daran hat sich meiner Meinung nach nichts geändert.“
Trotz seiner zwei erfolgreichen Jahre in Barcelona fühlt sich Rivera in Nantes zu Hause. Er betont, dass er beim französischen Verein gebraucht wurde und dazu beigetragen hat, sich weiterzuentwickeln. Die Entscheidung, Nantes zu verlassen, fiel ihm schwer, aber die Liebe zu seiner Familie und die Verbundenheit mit dem Verein überwogen. Seine Karriere hinterlässt ein Vermächtnis von 70 Titeln, darunter sechs in der Champions League bzw. dem Europapokal der Landesmeister – eine Bilanz, die für sich spricht.
Valero Rivera verabschiedet sich vom Handball, aber sein Name wird für immer in den Annalen des Sports verewigt bleiben. Sein letztes Spiel in Barcelona wird ein bewegender Abschied von einer Karriere, die von Höhen und Tiefen, Erfolgen und Herausforderungen geprägt war. Ein Handballer geht, eine Legende bleibt.
