Handball-final four: glasboden-spektakel rollt nach köln!

Köln steht vor einem Handball-Spektakel der besonderen Art: Für das Final Four um den DHB-Pokal werden 32 Lastwagen voller Hightech-Equipment in die Lanxess Arena rollen. Der Clou? Ein mobiler Glasboden, der das Spielerlebnis für Fans und Akteure revolutionieren soll.

Ein „super bowl“ mit interaktiven elementen

Ein „super bowl“ mit interaktiven elementen

Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, kündigte gegenüber der SID an, dass der Glasboden – im Grunde ein riesiger LED-Fernseher mit 3D-Fähigkeiten – eine völlig neue Dimension der Interaktion und Inszenierung ermöglichen wird. „Ich glaube, wir werden hier einige ‚Aha-Effekte‘ erleben“, so Bohmann. Der Aufwand ist enorm: Der Boden wird erst am Donnerstag installiert und am Sonntag wieder abgebaut – eine logistische Meisterleistung angesichts der gleichzeitigen Eishockey-Playoffs in der Arena.

Glasböden sind zwar aus anderen Sportarten wie Basketball und Volleyball bekannt, insbesondere aus den USA, doch die mobile Variante, die in Köln zum Einsatz kommt, ist eine absolute Premiere. Bohmann betonte die Notwendigkeit, neue Impulse zu setzen, um die Begeisterung für den Handball zu entfachen. „Wir wollen auch neue Fans gewinnen. Da brauchen wir Innovationen, da brauchen wir auch so etwas.“

Während des Spiels selbst wird der Boden jedoch seinen eigentlichen Zweck erfüllen: als normale Spielfläche mit Projektionen für Werbeflächen und das Spielfeld. Die Hoffnung ist, dass sich die Investition am Ende auszahlt und das Publikum begeistert.

Doch es gibt einen Haken: Die Installation und der Abbau des Glasbodens bedeuten einen beachtlichen logistischen Aufwand, der nur durch die enge Abstimmung mit den Eishockey-Betreibern in der Kölner Arena zu bewältigen war. Die Frage, ob die Innovation wirklich das Handballerlebnis steigert, bleibt vorerst offen.

Die Handball-Bossen sehen darin eine Chance, den „Super Bowl des Handballs“ weiter zu etablieren und die Sportart attraktiver zu präsentieren. Ob die Fans diese neue Ära des interaktiven Handballs annehmen, wird sich am Wochenende zeigen.