Handball-europameisterschaft: spanien trifft auf top-favoriten!
Die spanische Frauen-Handballnationalmannschaft steht vor einer echten Herausforderung: Die Auslosung zur Europameisterschaft Ende des Jahres in Polen hat die 'Guerreras' in die Gruppe C mit vermeintlich einfachen, aber torgefährlichen Gegnern gesteckt. Das Team von Bundestrainer Joaquín Rocamora muss sich in Antalya, Türkei, mit etablierten Kräften und einer aufstrebenden Nation auseinandersetzen, um das Ticket für die Hauptrunde zu lösen.
Die türkei als heimstarker gegner
Die erste Hürde für Spanien ist Dänemark, am 3. Dezember. Ein Duell, das alles andere als ein Selbstläufer wird, denn die Däninnen sind amtierende Vize-Europameisterinnen und zählen stets zu den Top-Teams des Kontinents. Aber auch die Begegnungen gegen Griechenland (5. Dezember) und vor allem gegen die Türkei (7. Dezember) werden keine leichte Aufgabe sein. Die türkische Mannschaft profitiert von der Unterstützung ihrer Fans und dem Heimvorteil, was sie zu einem unangenehmen Gegner macht. Rocamora betonte: „Die Türkei hat sich enorm weiterentwickelt und setzt auf spanische Trainer, die unser Spiel gut kennen.“
Die Ausgangslage ist klar: Spanien muss sich gegen die dänische Übermacht und die Euphorie im türkischen Lager behaupten. Griechenland, obwohl erstmals bei einer EM dabei, sollte man keinesfalls unterschätzen, wie das letzte Spiel in Kozani gezeigt hat. Die 'Guerreras' müssen ihre Stärken ausspielen und sich auf ein intensives Turnier einstellen.

Der weg zur hauptrunde führt über antalya
Die beiden besten Mannschaften der Gruppe C qualifizieren sich für die Hauptrunde, die in Cluj-Napoca (Rumänien) ausgetragen wird. Dort treffen die Teams auf die Gruppengewinner und Zweitplatzierten der Gruppen A, B und C. Sollte Spanien sich durchsetzen, wartet dort eine neue Herausforderung auf die Spielerinnen um Rocamora, auf dem Weg zu den Halbfinalspielen.
„Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren“, mahnt Rocamora. „Wir haben in den letzten Jahren nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt, aber wir haben noch sechs bis sieben Monate, um uns bestmöglich vorzubereiten.“ Die Vorfreude auf seine erste große Bewährungsprobe als Bundestrainer ist dennoch groß. „Es ist eine Ehre für mich, dieses Team zu betreuen, und ich hoffe, dass alles gut läuft.“
Die EM bietet Spanien die Chance, sich neu zu beweisen und im europäischen Handball wieder eine wichtige Rolle zu spielen. Doch der Weg dorthin ist steinig und erfordert eine herausragende Leistung in jedem Spiel.
