Handballerinnen dominieren belgien: traumhafter em-quali-abschluss!

Hamm – Ein Handballfest der Extraklasse! Deutschlands Nationalmannschaft hat ihre Qualifikation für die Europameisterschaft in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei (3. bis 20. Dezember) mit einem beeindruckenden Torfeuerwerk gegen Belgien perfekt gemacht. Der 45:25 (22:14) Sieg in Hamm unterstreicht die Klasse des Teams und lässt optimistisch auf die bevorstehenden Titelkämpfe blicken.

Gaugisch nutzt die chance zur entwicklung

Auch wenn die EM-Teilnahme bereits feststand, ließ Bundestrainer Markus Gaugisch keine Möglichkeit aus, seine Mannschaft weiterzuentwickeln. “Das Wichtigste ist, dass wir als Team Stück für Stück wachsen. Es ist auch eine Qualität gegen schwächere Gegner durchzuziehen,” so Gaugisch nach dem Spiel. Er räumte ein, dass es in der ersten Halbzeit defensive Verbesserungsbedarf gibt, betonte aber auch den Mut und die Effizienz der Mannschaft, insbesondere beim erfolgreichen Abschluss leerer Torwürfe.

Die Leistung war überzeugend, doch Gaugisch sieht noch Luft nach oben: “Ein bisschen cooler in der ersten Halbzeit, dann wäre es sicherlich noch besser gewesen, aber es macht einfach Spaß hier.” Er nutzte die Partie gegen Belgien, um auch jüngere Spielerinnen in das Team zu integrieren und ihnen wertvolle Erfahrungen zu ermöglichen. Der Lehrgang bietet die Chance, neue Gesichter kennenzulernen und den Spielerinnen ein starkes Mindset zu vermitteln.

Döll glänzt, grijseels feiert geburtstag

Döll glänzt, grijseels feiert geburtstag

Kapitänin Antje Döll war mit sieben Toren die beste Schützin des deutschen Teams und bewies einmal mehr ihre Führungsstärke. Besonders erfreulich war auch die Leistung von Spielmacherin Alina Grijseels, die an ihrem 30. Geburtstag einen perfekten Auftritt hinlegte und die Offensive mit ihren präzisen Pässen und Toren ankurbelte. Vor 2311 Zuschauern in der ausverkauften Halle zeigten die DHB-Frauen eine konzentrierte Leistung, die dem hohen Anspruch des Teams gerecht wurde.

Torhüterin Katharina Filter, die nach ihrem Erfolg in Skopje ins Team gestoßen war, trug sich ebenfalls mit zwei Toren ins leere belgische Tor ein und unterstrich die Flexibilität der Mannschaft. Die Abwehr neutralisierte Belgiens Spiel mit sieben Feldspielerinnen effektiv und bestrafte immer wieder Fehlwürfe. “Es ist ein bisschen zäh,” gab Gaugisch zu, “die ersten drei Minuten haben wir den Ball 15 Sekunden in der Hand und den Rest der Zeit spielt Belgien auf ein Tor.”

Mit einem perfekten 12:0 Punkten schloss Deutschland die Qualifikationsgruppe 3 ab. Das Team hat bewiesen, dass es zu den Top-Favoriten auf den EM-Titel gehört. Nun gilt es, die nächste Hürde zu nehmen: Die Auslosung der EM-Gruppen in Kattowitz am kommenden Donnerstag wird zeigen, wer der Konkurrenz des Deutschen Handballbundes begegnen wird. Die Spannung steigt!