Handball-EM 2024: Kann Deutschland nach 10 Jahren endlich wieder jubeln?

Die ausgangslage: ein jahrzehnt ohne großen titel

Die Wartezeit ist lang! Seit dem Triumph bei der Europameisterschaft 2016 hat das deutsche Handball-Nationalteam auf einen großen Titel verzichtet. Kann das Turnier in Dänemark, Schweden und Norwegen (15. Januar bis 1. Februar) endlich die Durststrecke beenden? Die Konkurrenz ist zwar stark, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Dänen sind zwar die Serienweltmeister, aber auch sie haben seit 2012 nicht mehr die EM gewonnen. Und deutschland hat einige Trümpfe im Ärmel!

Torwart-giganten: späth und wolff halten die klasse

Torwart-giganten: späth und wolff halten die klasse

Im Tor hat deutschland zwei absolute Weltklasse-Hüter: David Späth (Rhein-Neckar Löwen) und Andreas Wolff (THW Kiel). Späth überzeugt mit einer Fangquote von 30,09 Prozent und einer unglaublichen Mentalität, während Wolff, der EM-Held von 2016, mit 30,38 Prozent noch immer eine Bank ist. Beide sind in Topform und geben der Mannschaft ein sicheres Gefühl.

Der angriff: mertens und co. in topform

Der angriff: mertens und co. in topform

Im linken Rückraum sticht Lukas Mertens (SC Magdeburg) mit einer Trefferquote von 75 Prozent hervor und ist klar die Nummer 1 bei Bundestrainer Alfred Gíslason. Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt) hat sich blitzschnell in Flensburg etabliert und liefert mit 115 Toren einen wichtigen Beitrag. Auch Tom Kiesler (VfL Gummersbach) und Matthes Langhoff (Füchse Berlin) sind vielversprechende Optionen.

Die mittelfeldstrategen: köster und uscins im fokus

Die mittelfeldstrategen: köster und uscins im fokus

Im Zentrum des Spiels agieren Julian Köster (VfL Gummersbach) und Juri Knorr (Aalborg Håndbold). Köster zeichnet sich nicht nur durch seine Torgefahr, sondern auch durch seine starke Abwehrarbeit aus. Knorr profitiert von seinem Wechsel nach Dänemark und scheint in der nordischen Handball-Kultur aufzublühen. Beide sind wichtige Bausteine für den DHB-Erfolg.

Die kreisläufer: kohlbacher im höhenflug

Die kreisläufer: kohlbacher im höhenflug

Besonders hervorzuheben ist die herausragende Form von Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen). Der Kreisläufer spielt die Saison seines Lebens mit 113 Treffern und 84,33 Prozent Trefferquote. Er ist eine Waffe im Angriff und gibt der deutschen Mannschaft zusätzliche Stärke. Auch Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf) gehört zum Kader, kämpft aber mit einer Verletzung.

Die herausforderungen: verletzungen und formschwankungen

Die herausforderungen: verletzungen und formschwankungen

Trotz der vielen positiven Aspekte gibt es auch Herausforderungen. Rune Dahmke (THW Kiel) kämpft mit Formproblemen und verpasste Spiele aufgrund einer Virusinfektion. Franz Semper (SC DHfK Leipzig) steckt mit seinem Verein in einer Krise. Auch Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf) konnte seine Topform nicht konstant halten. Die Verletzung von Justus Fischer stellt ebenfalls ein Fragezeichen dar. Nur wenn alle Spieler fit und in Form sind, kann deutschland erfolgreich sein!

Das em-ziel: halbfinale als ambitioniertes ziel

Der Teammanager der Handball-Nationalmannschaft hat das Halbfinale als ambitioniertes Ziel definiert. Um dieses zu erreichen, muss die Mannschaft von Beginn an auf 100 Prozent spielen und die schwierige Vorrundengruppe mit Spanien, Österreich und Serbien meistern. Mit der geballten Kraft und dem Potenzial im Kader ist die EM 2024 aber durchaus eine Chance für deutschland, wieder auf die internationale Handball-Bühne zurückzukehren und um den Titel zu kämpfen!