Handball-duell der giganten: gislason nominert für testspiele gegen dänemark

Köln – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht vor einer Mammutaufgabe: Im Mai treffen sie in zwei prestigeträchtigen Testspielen auf den amtierenden Welt-, Europameister und Olympiasieger Dänemark. Bundestrainer Alfred Gislason hat für diese Duell-Reihe einen 17-köpfigen Kader nominiert, der frische Gesichter und erfahrene Kräfte vereint.

Neulinge dürfen im mai für furore sorgen

Ein besonderes Augenmerk gilt den beiden Debütanten im Aufgebot: Moritz Sauter, der mit dem deutschen U21-Team 2023 die Weltmeisterschaft gewann, und der Linksaußen Vincent Büchner. Diese Nominierungen signalisieren den Willen, frischen Wind in die Mannschaft zu bringen und den Konkurrenzkampf anzuheizen. Doch die Freude über die neuen Gesichter wird von zwei Verletzungsbedingten Ausfällen getrübt: Jannik Kohlbacher und Julian Köster fallen verletzungsbedingt aus.

Die Testspiele selbst versprechen Handball auf höchstem Niveau. Am 15. Mai heißt es in der Royal Arena in Kopenhagen, und drei Tage später in der Lanxess Arena in Köln. Beide Partien werden live im Free-TV auf ProSieben, über die Streaming-Plattform Joyn und den kostenpflichtigen Livestream-Anbieter Dyn übertragen – ein Beweis für die wachsende Popularität des Handballs in Deutschland.

Vorbereitung auf die heim-wm im fokus

Vorbereitung auf die heim-wm im fokus

Die anstehenden Länderspiele gegen Dänemark sind nicht nur prestigeträchtig, sondern vor allem auch ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft im Januar 2025. Kapitän Johannes Golla und sein Team wollen in den Testspielen nicht nur wertvolle Erfahrungen sammeln, sondern auch die letzten Feinheiten für das Großereignis abstimmen. „Die Lanxess Arena in Köln ist ein extrem wichtiger Standort für den gesamten Handball“, betonte Gislason. „Beim Final4 um den DHB-Pokal haben wir dort erst vor wenigen Tagen eine unglaublich positive Stimmung erlebt – und ich freue mich schon jetzt wieder auf eine volle Arena.“

Gislason betonte zudem, dass die Spiele gegen Dänemark eine seltene Gelegenheit bieten, den Stamm der jeweiligen Teams noch einmal zu testen. „Spiele gegen Top-Mannschaften sind für uns sehr wichtig. Unter schwierigen Bedingungen können wir am besten lernen. Und dafür gibt es aktuell keinen besseren Gegner als Dänemark.“ Die Nominierung zeigt, dass der Bundestrainer bereit ist, neue Wege zu gehen und das Team für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten. Der DHB-Sportvorstand Ingo Meckes betonte, dass der Lehrgang weitere Alternativen für die WM im Januar aufzeigen könnte. Die straffe Woche mit Training und Länderspiel in Köln dient auch als Probelauf für das WM-Programm.

Der Kader spiegelt eine Mischung aus etablierten Leistungsträgern und jungen Talenten wider, die das Potenzial haben, die deutsche Handball-Nationalmannschaft auch in Zukunft erfolgreich zu machen. Mit der Intensität der kommenden Spiele wollen die Verantwortlichen realistische Bedingungen für die WM simulieren und die Abläufe weiter schärfen.