Handball-bundesliga: wetzlar holt israelischen doppel-talent!
Überraschung in Mittelhessen: Die HSG Wetzlar plant einen Umbruch von oben – und der kommt aus Israel. Mit Chen Pomeranz, einem ehemaligen Bundesliga-Spieler und aktuellen Leistungsträger im israelischen Nationalteam, könnte ein Mann kommen, der mehr als nur Co-Trainer-Dienste leisten kann. Die Verantwortlichen unter dem neuen Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf wollen mit dieser Verpflichtung frischen Wind in den Verein bringen.

Pomeranz: vom rückraumspieler zum app-entwickler und co-trainer
Chen Pomeranz ist eine vielschichtige Persönlichkeit. Seine Karriere führte ihn von Israel über die Schweiz bis nach Spanien, bevor er 2008 zur HSG Wetzlar kam. Doch der 41-Jährige hat mehr zu bieten als nur seine Fähigkeiten auf dem Feld. Gemeinsam mit einem Freund arbeitet er an einer innovativen App, die Handballspiele analysiert und die Wahrscheinlichkeit verschiedener Spielverläufe berechnet – ein Werkzeug, das im modernen Handball nicht mehr wegzudenken ist. Seine Erfahrung und sein analytischer Blick könnten der HSG Wetzlar einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
Aktuell ist Pomeranz sowohl Chef-Coach der israelischen U21-Nationalmannschaft als auch Co-Trainer der A-Nationalmannschaft. Seine Bilanz als Spieler für Israel ist beeindruckend: 161 Länderspiele und 418 Tore sprechen für sich. Es bleibt abzuwarten, inwiefern seine Doppelrolle bei den Nationalmannschaften mit der Aufgabe in Wetzlar vereinbar sein wird.
Die Personalentscheidung kommt zu einem passenden Zeitpunkt, denn die HSG Wetzlar hat sich in den letzten Wochen deutlich gesteigert und den Abstiegskampf überstanden. Trotzdem war die Saison ein Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde. Mit Pomeranz an der Seite von Chef-Trainer Runar Sigtryggsson, dessen Vertrag ebenfalls bis zum 30. Juni 2027 läuft, wollen die Mittelhessen nun eine nachhaltige Entwicklung einleiten.
Die Verpflichtung von Pomeranz deutet auf eine strategische Neuausrichtung hin. Michael Allendorf scheint entschlossen, die HSG Wetzlar zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten in der Handball-Bundesliga zu formen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dieser Plan aufgeht. Denn eines ist klar: Die Handball-Szene in Deutschland wird das Geschehen in Wetzlar aufmerksam verfolgen.
