Handball-bundesliga: prominente scherze im zeitgeist

Der 1. April – ein Datum, das in der Handball-Szene für ein Schmunzeln sorgt. Während die Fans ungeduldig auf die nächsten Spieltage warten, nutzen Klubs und der Deutsche Handballbund (DHB) den Tag gern für humorvolle Aprilscherze. Handball-world hat im Archiv gestöbert und zeigt, wie Füchse Berlin, SC Magdeburg, THW Kiel und der Verband in der Vergangenheit ihre Anhänger auf die Schippe genommen haben.

Ein diskuswerfer im angriff: magdeburgs verrückte idee

Ein besonders denkwürdiger Moment stammt aus dem Jahr 2016, als handball-world verkündete, Martin Wierig, damals Diskuswerfer, solle bis zum Saisonende beim SCM aushelfen. Bennet Wiegert ließ die Fantasie spielen: „Martin ist ein hervorragender Werfer, dazu kommt seine physische Präsenz. Er bringt alles mit, was ein guter Handballer benötigt.“ Eine humorvolle Verpflichtung, die die Handballwelt kurzzeitig überraschte.

Dominik kleins elternzeit: ein tabubruch?

Dominik kleins elternzeit: ein tabubruch?

Auch der THW Kiel ließ sich nicht lumpen. 2014 titelten die Kieler Nachrichtensensationell: „Dominik Klein nimmt Elternzeit.“ Der Linksaußen sollte sich nach einem Spitzenspiel erst einmal vom Handballparkett verabschieden. Ein Gedanke, der damals viele Familienväter im Sport beschäftigte. Alfred Gislason, der damalige Trainer, kommentierte: „Das wäre zu meiner Zeit undenkbar gewesen.“

Füchse berlin spielen mit der fantasie ihrer fans

Füchse berlin spielen mit der fantasie ihrer fans

Die Füchse Berlin sind bekannt für ihre Aprilscherze. 2013 präsentierten sie László Nagy als Neuzugang, der mit einem Zweijahresvertrag an die Spree wechseln sollte. Die Freude war groß, doch es handelte sich um einen Scherz. Auch in den Folgejahren folgten weitere humorvolle Ankündigungen, darunter ein möglicher Wechsel von Iker Romero nach Potsdam im Jahr 2015 und das Comeback von Volker Zerbe 2017.

Dhb-neuigkeiten: schiedsrichter aus alter schul

Der DHB schloss sich dem Spiel ebenfalls an. 2007 verkündete der Verband, ehemalige Profispieler würden künftig als Schiedsrichter agieren. Namen wie Stefan Kretzschmar und Frank von Behren sorgten für Aufsehen. Kretzschmar witzelte: „Ich kenne alle Tricks der Abwehrspieler weitaus besser als die aktuellen Schiedsrichter.“ Ein Blick in die Gegenwart zeigt, dass Jens Vortmann, ein ehemaliger HBL-Torwart, inzwischen tatsächlich als Schiedsrichter auf Bundesebene aktiv ist.

Der dritte schiedsrichter: ein überraschender vorschlag

2006 schlug der DHB eine weitere Überraschung vor: die Einführung eines dritten Schiedsrichters in der Bundesliga. Peter Rauchfuß, der damalige Schiedsrichterchef, sah darin eine Möglichkeit, die Spielgeschwindigkeit zu kontrollieren und die Fehlerquote zu reduzieren. Eine Idee, die bis heute diskutiert wird.

Die Tradition der Aprilscherze ist tief in der Handballkultur verwurzelt und sorgt jedes Jahr aufs Neue für Lacher und Überraschungen. Es bleibt abzuwarten, welche humorvollen Ideen die Klubs und der DHB im kommenden Jahr bereithalten.