Handball: spanien kämpft um olympia-ticket – duell mit israel in buenos aires!
Die spanische Nationalmannschaft steht vor einer entscheidenden Woche. Im Kampf um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles und die Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland trifft das Team von Trainer Jordi Ribera auf Israel. Das Hinspiel findet in Buenos Aires statt – eine ungewöhnliche Kulisse, die durch die aktuelle geopolitische Lage notwendig wurde.

Ein duell mit doppelter bedeutung
Die Partien gegen Israel sind mehr als nur ein Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft. Sie markieren den ersten Schritt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen. Der Weltmeister 2027 sichert sich nicht nur einen Platz bei der WM, sondern erhält auch die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele. Das macht die Bedeutung dieser beiden Begegnungen umso größer.
Trainer Ribera zeigte sich pragmatisch: „Natürlich würden wir lieber zu Hause spielen, wo wir in der Vergangenheit immer eine großartige Unterstützung von den Fans erfahren haben. Aber die Umstände sind, wie sie sind. Wir müssen uns auf das neutrale Terrain einstellen und nicht zu viel Energie in Diskussionen verschwenden.“
Yoav Lumbroso ist der Schlüsselspieler Israels. Der Rückraumspieler, der in dieser Saison in der Champions League für Bukarest brillierte und in Kürze beim serbischen Verein RK Partizan unter der Leitung des spanischen Trainers Raúl González spielen wird, ist nicht nur ein Spielmacher, sondern auch ein exzellenter Abschlussspieler und verfügt über ein starkes eins-gegen-eins.
Doch Israel ist mehr als nur Lumbroso. Die Mannschaft, die bereits in der vorherigen Qualifikationsrunde Georgia überraschte, verfügt über schnelle und treffsichere Außenangreifer. Der Erfolg des israelischen Teams ist maßgeblich auf den spanischen Trainer David Pisonero zurückzuführen, der das Team mit taktischer Disziplin und einem ausgeprägten Kollektivspiel ausstattet. „Spanische Trainer, wie Pisonero, bringen immer eine klare Spielphilosophie mit. Wenn diese auf Kollektivspiel und die optimale Nutzung der Spielerfähigkeiten basiert, macht das die Mannschaft gefährlich“, so Ribera.
Nach zwei Jahren des Umbruchs, der durch die Nachfolge der Spieler nach den Olympischen Spielen in Paris 2024 ausgelöst wurde, ist Spanien bereit, den nächsten Schritt zu gehen. „Wir haben uns als Team gefestigt, auch wenn die Ergebnisse nicht immer unseren Vorstellungen entsprachen. Aber wir wussten, dass wir in einem Umbruchsprozess steckten. Jetzt sind wir uns bewusst, dass diese Phase vorbei ist und wir die nötige Stabilität zeigen müssen, um unsere Ziele zu erreichen.“
Die kommenden zwei Jahre sind von „wachsender Anforderung“ geprägt, die ihren Höhepunkt in der Europameisterschaft 2028 in Spanien und den Olympischen Spielen in Los Angeles findet. Jedes Turnier ist nun entscheidend für die Qualifikation.
Für die Partie gegen Israel erhält der junge Pivotspieler Artur Parera aus Huesca seinen ersten Einsatz im Nationalteam. „Seine Stärke liegt im Angriff, wo er Abel Serdio entlasten kann. Er ist ein Spieler, der sich gut positionieren kann, über eine vielfältige Schusstechnik verfügt und taktisch sehr intelligent in der Zone zwischen den sechs und acht Metern agiert“, lobt Ribera.
Spanien, das seit 1974 nicht mehr an einer Weltmeisterschaft teilgenommen hat, will nicht nur das Ticket für die WM in Deutschland im Januar lösen, sondern auch den Grundstein für die Olympischen Spiele legen. Die Ausgangslage ist klar: Nur durch konstante Leistungen und taktische Flexibilität kann Spanien seine Ambitionen verwirklichen und sich unter den Top-Mannschaften Europas etablieren.
