Haitis wm-torwart: vom oberliga-rasen zur weltbühne!
Ein Fußballmärchen, so unglaublich, dass es kaum zu glauben ist: Josué Duverger, 25 Jahre alt, steht im Aufgebot Haitis für die Weltmeisterschaft 2026. Der Torwart, der im Alltag für den FC Cosmos Koblenz in der deutschen Oberliga seine Krämpfe abspielt, könnte plötzlich auf der größten Fußballbühne der Welt stehen. Eine Geschichte, die zeigt, dass Träume wahr werden können – egal wo man gerade kickt.

Ein aufstieg, der kopf über sprünge stoßen lässt
Die offizielle Bekanntgabe des 26-Mann-Kaders Haitis am Freitagabend kam für Duverger völlig überraschend. „Es ist immer noch schwer, das zu begreifen. Eine Menge Emotionen spielen da mit“, gestand der Keeper, der sich sichtlich überwältigt zeigte. Monate nach Abschluss der Qualifikation realisiert er nun langsam, was er erreicht hat: die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft.
Von Koblenz nach Haiti: Ein ungewöhnlicher Weg Duverger, der in Kanada geboren wurde und haitianische Wurzeln hat, wurde in Portugal fußballerisch ausgebildet, unter anderem im Nachwuchs von Sporting Lissabon. Seine Stationen führten ihn schließlich in die dritte portugiesische Liga, bevor er ablösefrei zum FC Cosmos Koblenz wechselte. Ein Freund hatte ihn von dem Projekt in Koblenz überzeugt – eine Entscheidung, die sich nun als genial erweisen wird.
Der FC Cosmos feiert seinen WM-Teilnehmer natürlich mit großem Stolz. „Mit großer Freude und immensem Stolz gratulieren wir unserem Torwart Josué Duverger zur offiziellen Nominierung für den WM-2026-Kader der haitianischen Nationalmannschaft“, verkündete der Verein. „Es ist nicht nur eine persönliche Auszeichnung, sondern auch eine außergewöhnliche Geschichte, die zeigt, wohin harte Arbeit, Glaube und Entschlossenheit führen können.“
Die Umstellung vom portugiesischen Klima nach Rheinland-Pfalz war für Duverger zunächst ungewohnt. „Im Vergleich mit Portugal ist es sehr, sehr kalt, aber ich mag es“, so der Torwart, der mit seiner Partnerin und seinem Kind in der Region lebt. „Es ist eine ruhige Stadt. Es ist schön hier, der Rhein, die Umgebung, es ist sehr schön!“
Trotz des WM-Tickets bleibt Duverger geerdet. Er trainiert weiterhin in Koblenz, bestreitet seine Pflichtspiele in der Oberliga und bereitet sich parallel auf das größte Turnier des Weltfußballs vor. „Am Ende ist es einfach Fußball. Wir spielen das gleiche Spiel, es ist nur eine andere Bühne“, sagt er pragmatisch.
Am 14. Juni startet Haiti in das Turnier. Für Josué Duverger wäre ein Einsatz der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Entwicklung – vom Oberliga-Rasen auf die globale Bühne. Seine Geschichte ist ein Beweis dafür, dass es sich lohnt, an sich selbst zu glauben und hart zu arbeiten. Denn manchmal führt der Weg zum Traum über die unerwartetsten Pfade.
