Haben die massiven Fan-Proteste Wirkung gezeigt?
Ex-profi jerome boateng und der fc bayern
Jerome Boateng (37) sollte ursprünglich beim FC Bayern unter Trainer Vincent Kompany (39) hospitieren. Doch daraus wird nun offenbar doch nichts!
Die einladung von kompany
Kompany lud Boateng auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie gegen Bremen ein und sagte: „Natürlich würde ich ihn herzlich dazu einladen, für ein paar Wochen zu uns zu kommen und seine Erfahrungen als Top-Verteidiger mit uns zu teilen. Das ist so wertvoll!“
Die proteste der bayern-fans
Gegen dieses Praktikum liefen die Bayern-Fans Sturm, protestierten u.a. beim 2:1-Sieg im Topspiel gegen Dortmund (2:1) mit einigen Bannern (u.a. „Wer dem Täter Raum gibt, trägt seine Schuld mit. Boateng, verpiss Dich!“).
Die reaktion des vorstands
Vorstands-Chef Jan-Christian Dreesen sagte zu den Protesten im Nachgang vergangene Woche: „Es ist ein komplizierter Fall! Ich glaube, dass jedem Menschen auch eine Resozialisierung zusteht. Im Übrigen sollte man sich das Urteil dann auch in Gänze anschauen. Und noch einmal: Wir haben kein Anstellungsverhältnis mit Jérôme. Jérôme ist bei uns ein langjähriger Spieler gewesen, der mit uns viele Titel gewonnen hat. Und wenn es diese Vereinbarung gibt, dass er einige Trainings zuschaut, wie das so ist als Trainer, dann ist das absolut in Ordnung.“
Die entscheidung boatengs
Die mögliche Hospitanz Boatengs war auch an diesem Samstag Thema. Die „tz“ berichtete, dass der Klub intern abwäge, das Praktikum abzusagen. Hintergrund: Man habe nicht mit solchen Reaktionen gerechnet, schreibt das Blatt weiter. Jetzt enthüllt Boateng selbst, dass das Praktikum geplatzt ist!
Boatengs statement
Auf Instagram schreibt der Ex-Profi: „Lieber FC Bayern, lieber Vincent, nach den jüngsten Diskussionen um meine Person bin ich zu dem Entschluss gekommen, mich auf meine Themen – die A-Lizenz, RYZR (sein Unternehmen, das sich auf Regeneration, Training und Schlafkomfort spezialisiert), und Arena2 zu konzentrieren. Da ist gerade mein Fokus drauf und Euer voller Fokus sollte einzig, und allein dem Platz gehören – und dem Ziel, diese beeindruckende Serie von 13 Spielen in Folge fortzuführen.“
Und weiter: „Ich bin der Clubführung und die, lieber Vincent, sehr dankbar, für das Vertrauen und die Möglichkeit, Teil davon zu sein. Ich wünsche euch von Herzen, dass Ihr am Ende der Saison eure großen Ziele erreicht. Auch bei den vielen Fans möchte ich mich herzlich für die zahlreichen Nachrichten und die Unterstützung bedanken. Euer Boa“ (Das Statement im Wortlaut. Tippfehler sind nicht korrigiert)
Zukunftsaussichten
Boateng nimmt also erst einmal Abstand von einer Hospitanz, schließt es aber für die Zukunft nicht gänzlich aus, die Chance wahrzunehmen.