Haarausfall & hautbild: spiegeln sie ihre gesundheit wider?

Ein glänzendes Haar und reine Haut – wer wünscht sich das nicht? Doch was, wenn diese äußeren Zeichen plötzlich Anzeichen von inneren Unstimmigkeiten sind? Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass unser Körper viel deutlicher kommuniziert, als wir oft annehmen, und das beginnt oft bei Haut und Haaren.

Die haut als frühwarnsystem

Die haut als frühwarnsystem

Während wir uns oft auf medizinische Tests und Symptome in Organen konzentrieren, vergessen wir leicht, dass die Haut und das Haar oft die ersten Alarme erkennen lassen. Das hat sich kürzlich in einem Podcast namens ‚Vital‘ gezeigt, in dem Dr. José Abellán und die Pharmazeutin Helena Rodero über den Zusammenhang zwischen äußerem Erscheinungsbild und innerer Gesundheit diskutierten. Helena Rodero, eine von Forbes als eine der 50 besten Pharmazeutinnen Europas ausgezeichnete Expertin mit einer beeindruckenden Anhängerschaft auf Instagram, betonte: „Die Haut und das Haar sind ein echtes Spiegelbild Ihrer Gesundheit.“

Was bedeutet das konkret? Wenn der Körper unter Stress oder einem Mangel leidet, werden die Ressourcen dorthin gelenkt, wo sie am dringendsten benötigt werden. Das äußert sich oft in einem fahlen Teint, trockener Haut und Haarausfall. Rodero beschreibt diesen Vorgang als „Flubiotelógeno“: „Innerhalb von ein bis zwei Monaten kann ein dramatischer Haarausfall auftreten. Die Energie und die Nährstoffe, die das Haar eigentlich benötigt, werden dem Körper zur Verfügung gestellt, wo sie gerade benötigt werden.“

Es ist verlockend, Haarausfall oder Hautprobleme als kosmetische Angelegenheiten abzutun. Aber die Wissenschaft zeigt, dass es oft ein Zeichen für tieferliegende Probleme ist. Ein emotionaler Schock, beispielsweise, kann dazu führen, dass der Körper die Nährstoffversorgung des Haares reduziert. „Wenn Sie eine schwere Enttäuschung erleben, werden diese Nährstoffe nicht an sekundäre Organe wie das Haar geleitet; das Haar ist in diesem Fall zweitrangig, und wir neigen dazu, es zu verlieren“, erklärt Rodero.

Natürlich gibt es auch andere Gründe für Haut- und Haarpflegeprobleme, die nicht unbedingt auf eine Krankheit hindeuten. Dennoch zeigen die Erkenntnisse von Experten wie Helena Rodero, dass es sich lohnt, auf die Signale unseres Körpers zu achten und die Haut und das Haar nicht nur als ästhetische Elemente, sondern als wichtige Indikatoren für unsere Gesundheit zu betrachten.

Die Diagnose ist der erste Schritt. Ein Arzt oder eine Dermatologin kann helfen, die Ursache von Haut- oder Haarpflegeproblemen zu ermitteln und eine geeignete Behandlung einzuleiten. Denn ein gesunder Körper äußert sich nicht nur in funktionierenden Organen, sondern auch in einem gesunden Aussehen von außen.