Gyökeres schießt schweden mit dreierpack richtung wm – polen steht als letzte hürde an

Viktor Gyökeres hat nicht nur getroffen, er hat geschrien. Dreimal zischte der Ball gegen die Ukraine ins Netz, dreimal schlug der Arsenal-Stürmer die Faust gegen die Brust. Im Estadio de Mestalla verwandelte sich Schweden in einen einsamen Aufschrei. Die WM rückt näher.

Gyökeres allein reicht nicht – aber fast

Die Zahlen sind laut, auch ohne Lautsprecher. 6., 51., 73. Minute: Drei Tore, ein Foulelfmeter, ein Hattrick. Doch hinter den Ziffern steckt mehr als nur ein guter Tag. Gyökeres presste wie ein Boxer, der weiß, dass die nächste Runde die letzte sein könnte. „Er war Weltklasse“, sagt Graham Potter, und man hört, dass er selbst überrascht ist. „Aber er würde sagen, dass die Mannschaft hinter ihm ebenso erstklassig war.“

Die Ukraine besaß 62 Prozent Ballbesitz, aber nur eine echte Chance. Zubkov scheiterte, Nordfeldt parierte, Sekunden später lag der Ball im gegnerischen Tor. Das ist Schwedens neue DNA: schnell umschalten, kalt zuschlagen. Rebrov sprach später von „Qualität, die europäisch ist“. Er meinte Gyökeres, meinte aber auch, dass sein Team nie an die eigene Geschichte glaubte.

Polen wartet – und mit ihr die alte frage

Polen wartet – und mit ihr die alte frage

Am Dienstag in Chorzów wird die Kurve wieder kochen. Polen schwankt zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Schweden zwischen Größe und Selbstzweifel. Die Gruppenphase der Nations League war ein Desaster: zwei Punkte, kein Sieg, nur Fragen. Jetzt steht plötzlich eine WM-Gruppe mit den Niederlanden, Japan und Tunesien bereit. Kick-off in Guadalupe, 15. Juni, 4 Uhr MESZ. Gyökeres träumt laut: „Das ist der Wettbewerb, von dem alle träumen.“

Die Logik sagt: Ein Sieg fehlt noch. Die Realität sagt: Polen spielt zu Hause, und Schweden hat schon einmal den eigenen Traum zerstört. Doch wer Viktor Gyökeres gesehen hat, weiß: Manchmal reicht ein einzelner Tag, um ein ganzes Jahr zu retten. Die Karten sind gedruckt, die Uhr tickt. In Schweden trägt man wieder die Gelbblauen Trikots – und plötzlich passen sie wieder.