Gwd minden verpasst überraschung: chancenverwertung kostspielig

Die Hoffnung auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga ist geplatzt: GWD Minden musste sich am vergangenen Sonntag bei der MT Melsungen mit 28:32 geschlagen geben. Obwohl die Mindener über lange Zeit ein ansprechendes Spiel zeigten, fehlte am Ende die nötige Durchschlagskraft im Angriff, um die Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Ian weber: "brutales kämpfen, aber es reicht nicht"

Nach der Partie zeigte sich GWD-Rückraumspieler Ian Weber sichtlich frustriert. "Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass bei uns einfach alles passen muss. Und ich finde, heute hat auch vieles gepasst," so Weber am Mikrofon. Doch die bittere Wahrheit ist, dass die Chancenverwertung der Gäste einmal mehr zu wünschen übrigließ. Weber selbst räumte ein, hier Verantwortung übernehmen zu müssen: "Da muss ich mich selbst mit in die Verantwortung nehmen. Ich muss einfach zwei, drei Würfe mehr treffen, dann sind wir vielleicht näher dran."

Die Partie verlief ausgeglichen bis zehn Minuten vor Schluss, als ein 5:0-Lauf der Gastgeber die Weichen auf Melsunger Sieg stellte. "An der Kraft hat es an diesem Abend nicht gelegen," betonte Weber, der die kämpferische Leistung seiner Mannschaft hervorhob. "Wir wechseln viel, jeder hat seine Spielanteile. Klar, wir bringen jetzt keinen Darmoul von der Bank, das ist mir schon klar, aber am Ende des Tages können wir immer mal wieder was Neues reinbringen."

Es ist ein Teufelskreis, der die GWD Minden im Moment gefangen hält: Eine kämpferisch starke Leistung wird durch mangelnde Effizienz im Angriff zunichte gemacht. Die Diskrepanz zwischen dem Einsatz und dem Ergebnis ist frustrierend, wie Weber andeutete: "Am Ende sind es wieder Kleinigkeiten – das habe ich letzte Woche schon gesagt – und das ist gerade einfach brutal frustrierend."

Die qualität entscheidet spiele

Die qualität entscheidet spiele

Obwohl Weber die positiven Aspekte der letzten beiden Spiele betonte und einen Schritt nach vorne erkannte, räumte er ein, dass die Melsunger in der Breite des Kaders etwas besser aufgestellt sind. "Es ist dann aber auf Strecke vielleicht eine Frage der Qualität," so der Rückraumspieler. Die Mindener müssen sich also nicht nur auf ihre kämpferische Stärke verlassen, sondern auch an ihrer Wurfeffizienz arbeiten, um im Abstiegskampf bestehen zu können.

Trotz der Niederlage blickt Weber dennoch positiv in die kommenden Aufgaben. "Wir haben immer die Chance zu gewinnen und das muss uns Mut machen," erklärte er. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt bleibt bestehen – auch wenn die Aufgabe alles andere als einfach wird. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob die GWD Minden ihre Chance nutzen kann.