Gus kenworthy: provokante botschaft bei olympia – ioc schweigt
Olympia-protest mit botschaft im schnee
Der britische Ski-Freestyler Gus Kenworthy hat mit einer ungewöhnlichen Aktion vor den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo für Aufsehen gesorgt. Der 34-Jährige, der einen Großteil seines Lebens in den USA verbrachte, protestierte auf Instagram gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE. Seine gewählte Form der Demonstration ist ebenso kreativ wie direkt.

Die provokante botschaft
Kenworthy veröffentlichte ein Foto, das die Spitzen zweier Ski im Schnee zeigt. Zwischen ihnen ist in leuchtend gelber Farbe die Botschaft „fuck ICE“ zu lesen. Diese klare Kante überrascht, stößt aber offenbar auf Zustimmung in seinen Kreisen. Er scheut sich nicht, seine Meinung zu äußern, und nutzt seine Plattform für politische Statements.

Unterstützung durch eine textvorlage
Der Protest geht jedoch über das reine Bild hinaus. Kenworthy stellte seinen Followern eine Textvorlage zur Verfügung, mit der US-Bürger sich direkt an ihre Senatoren wenden können, um gegen die weitere Finanzierung der ICE zu protestieren. Die Vorlage prangert die Gräueltaten der Behörde an und fordert Rechenschaftspflicht.
Hintergrund der kritik an ice
Die Vorlage argumentiert: „Unschuldige Menschen wurden ermordet, und es reicht.“ Sie fordert „echte Leitplanken und Rechenschaftspflichten“ für die Beamten der ICE. Die Kritik an der Behörde bezieht sich auf deren Vorgehen bei Einwanderungskontrollen und die Behandlung von Migranten.
Kenworthys olympische geschichte
Gus Kenworthy nahm bereits an den Winterspielen 2014 und 2018 teil, damals noch für die USA. 2014 gewann er Silber im Slopestyle. 2019 wechselte er ins Team seines Geburtslandes, Großbritannien, und repräsentierte dieses 2022 in Peking. Dort zeigte er sich ebenfalls kritisch, insbesondere gegenüber der Austragung der Spiele in China.
Das ioc und politische botschaften
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) untersagt politische Botschaften während der Spiele. Allerdings scheint Kenworthys Form des Protests durch das Raster zu fallen. Aussagen während Zeremonien, Wettkämpfen und im Olympischen Dorf sind unerwünscht, aber ein Instagram-Post wird nicht darunter gefasst. Das IOC teilte gegenüber dem Guardian mit: „Während der Olympischen Spiele haben alle Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Ansichten gemäß den Richtlinien zu äußern. Das IOC reguliert keine persönlichen Social-Media-Beiträge.“
Kenworthys engagement für seine werte
Gus Kenworthy hat sich immer wieder zu gesellschaftlichen und politischen Themen geäußert. Sein Engagement für die LGBTQ+-Community und seine Kritik an Menschenrechtsverletzungen sind bekannt. Er nutzt seine Bekanntheit, um auf Missstände aufmerksam zu machen und Veränderungen anzustoßen. Seine Herangehensweise ist direkt und oft provokativ, aber stets von Überzeugung getragen.
