Guridi-fehltritt? sevilla-neuzugang erntet spott für alavés-abschied
Ein unglücklicher Auftritt vor dem eigentlichen Debüt: Jon Guridi, der neue Sechser beim FC Sevilla, hat mit einer scheinbar harmlosen Abschiedsbotschaft an seinen Ex-Klub Deportivo Alavés für erheblichen Wirbel in Andalusien gesorgt. Der baskische Mittelfeldspieler, der bis 2028 in Nervión spielen wird, postete auf seinen Social-Media-Kanälen eine emotionale Verabschiedung, die nun zu zahlreichen Reaktionen und Memes geführt hat.
Ein tweet, der mehr als nur abschied bedeutet
Guridis Abschiedsworte, „Beti arte, Alavés“, – auf Baskisch so viel wie „Bis immer“ – schlugen ein wie eine Bombe. Die phonetische Ähnlichkeit mit dem Namen des Erzrivalen des FC Sevilla, Betis Sevilla, ließ die sozialen Medien explodieren. Von spöttischen Kommentaren wie „Falsches Team!“, über humorvolle Forderungen nach einer Rückerstattung der Transferkosten bis hin zu der Frage, ob Guridi überhaupt wisse, für wen er nun spielt, war die Palette der Reaktionen breit gefächert. Die Fans beider Lager beteiligten sich an der hitzigen Diskussion.
Doch hinter der amüsanten Anekdote verbirgt sich eine geschickte sportliche Verpflichtung. Der 31-jährige Akteur aus Azpeitia kommt für eine Ablösesumme von null Euro nach Nervión, nachdem er bei Alavés keinen neuen Vertrag erhalten hat. Trainer Luis García Plaza, der bereits während seiner Amtszeit in Mendizorroza mit Guridi zusammenarbeitete, drängte auf die Verpflichtung. Die beiden verstehen sich blendend und werden die taktische Flexibilität des Teams weiter erhöhen.

Die taktische notwendigkeit und guridis stärken
Mit 127 Einsätzen in der Primera División bringt Guridi Erfahrung und Vielseitigkeit mit. Er kann sowohl als Anker in der Doppel-Sechs als auch als Spielmacher agieren. Seine Stärken liegen in seiner Zweikampfstärke, seiner Flexibilität und seiner Fähigkeit, das Spiel nach vorne zu treiben. Er ist der erste Neuzugang, den José Ignacio Navarro offiziell verkünden ließ. Ob er den Spott der Fans über seinen unglücklichen Abschied überwinden kann, wird sich zeigen. Sein Können auf dem Platz wird letztendlich darüber entscheiden, ob der Baske in Sevilla Fuß fassen kann.
Die Verpflichtung Guridis ist ein Signal: Der FC Sevilla will sich defensiv stabilisieren und gleichzeitig im Angriff gefährlichere Akzente setzen – und das alles ohne die Kasse zu sprengen. Ob Guridis’ Start in Nervión von Pannen oder Triumphen geprägt sein wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Langweilig wird es nicht.
