Guridi erlebt blitz-comeback: 129 minuten unter flores nach 98 unter coudet
Mit Quique Sánchez Flores an der Seitenlinie schlägt Jon Guridi zurück. Der baskische Mittelfeldspieler sammelte in den ersten drei Spielen unter dem neuen Coach 129 Minuten – fast eine halbe Stunde mehr als in den sieben Partien zuvor unter Eduardo Coudet zusammen.

Flores setzt auf körperbetontes mittelfeld
Beim 0:1 in Mestalla stellte der Madrilene Guridi erstmals seit Wochen in das Startaufgebot. Im Doppel-Sechser neben Antonio Blanco riss der 28-Jährige unzählige Zweikämpfe, störte Valencias Aufbauspiel und ebnete den Weg für die erste Halbzeitchance. Gegen Villarreal kam er als Joker, in Vigo spielte er die zweite Hälfte durch – und war live dabei, wie sein Team einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg ummünzte.
Die Zahlen sind ein Statement. Coudet ließ Guridi nur 98 Minuten ran, Flores schon 129 – Tendenz steigend. Der Grund: Der Gipuzkoanaer passt in das neue, direktere Spielschema. Er gewinnt Kopfbälle, schließt schnell über die Außenbahnen ab und deckt in Ballbesitz sofort die Räume hinter der ersten Pressinglinie. Kurz: Er ist der Gegenentwurf zum ballbesitzverliebten, kurzpassigen Coudet-System.
Vertraglich tickt die Uhr. Am 30. Juni läuft Guridis Arbeitsvertrag aus. Neun Liga-Spiele bleiben, um sich einen neuen Deal zu erkämpfen. Die Fans von Mendizorroza feierten ihn beim Einlaufen gegen Celta bereits mit Sprechchören – ein klares Signal an den Klub, dass sie ihren „Guri“ behalten wollen.
Am Sonntag empfängt Alavés Osasuna. Flores schwört auf Rotation, um die Energie nach der Celta-Revolution hochzuhalten. Guridi dürfte wieder dabei sein. Wer in diesen Wochen Laufzeit, Zweikampfstärke und Siegeswillen zeigt, schreibt sein eigenes Kapitel – und vielleicht auch ein neues Arbeitspapier.
