Günther gesteht fehler ein: sc dhfk plant schon für 2. liga
Karsten Günther spricht Klartext. Im Podcast „Kretzsche & Schmiso“ liefert Leipzigs Manager ein offenes Geständnis: Nicht alle Entscheidungen der letzten Monate waren goldrichtig. Der Tabellenletzte der Handball-Bundesliga hat den Abstieg längst auf dem Zettel.

„Wir sind nicht naiv“
Die Zahlen sind hart. Nach 19 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit droht der erste Fall. Günther sieht trotzdem keinen Grund, die Struktur über Bord zu werfen. „Diesen Verein auf Erstligalevel weiterführen“, lautet das Credo. Der 44-Jährige plant mit dem „Kern der Mannschaft“ plus „ein paar Nachrüstungen“. Kein Kahlschlag, sondern ein gezielter Re-Start.
Die volle Arena hilft. Seit Wochen verkauft der SC DHfK jeden Stuhl – trotz des sportlichen Tiefpunkts. Günther interpretiert das als Vertrauensbeweis: „Die Zuschauer kommen wegen unserer Mannschaft und weil es hier richtig um was geht.“ Die Fans wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben, sie wollen mithelfen, wieder nach oben zu kommen.
Der Plan steht: Aufstieg 2026. Sollte der Klassenverbleib tatsächlich scheitern, will Leipzig „der Bundesligist Nummer 19“ werden. Kein Neuanfang bei Null, sondern ein Aufbruch mit demselben Anspruch. Handball von der Basis bis zur Spitze, nur eine Etage tiefer. Günther gibt sich kämpferisch: „Minimum für ein Jahr.“
Die Saison ist noch nicht gelaufen, die Rechnung trotzdem aufgemacht. Leipzig bereitet sich aufs Worst-Case-Szenario vor – und hofft, es nicht zu brauchen.
