Gummersbach rettet punkt! sensationswende gegen göppingen
Ein Handballspiel für die Geschichtsbücher! Der VfL Gummersbach demonstrierte am Donnerstagabend Nervenstärke und Moral vom Feinsten, als er gegen Frisch Auf Göppingen einen Acht-Tore-Rückstand drehte und einen dramatischen 29:29-Ausgleich sicherstellte. Ein Punkt, der in der heißen Phase der Saison um die Europacup-Plätze Gold wert ist.

Miro schluroffs last-second-tor entscheidet die partie
Die Partie war geprägt von einem wilden Hin und Her. Göppingen präsentierte sich in der ersten Halbzeit überlegen und baute eine deutliche Führung aus. Doch Gummersbach gab nicht auf. Angetrieben von einer kämpferischen Leistung und der treuen Unterstützung der Fans, gelang es dem Team, langsam aber stetig aufzuholen. Der entscheidende Moment kam wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff: Miro Schluroff, der mit neun Treffern bester Werfer des Spiels war, markierte den Ausgleichstreffer zum 29:29 – ein Szenario, das die Halle in einen Ausbruch der Freude versetzte. Schluroffs Tor war nicht nur ein Punktgewinn, sondern ein Symbol für den unbändigen Willen der Gummersbacher.
Vor dem Spiel sorgte die Vertragsverlängerung mit dem isländischen Nationalspieler Teitur Einarsson für zusätzliche positive Nachrichten. Der Linkshänder, der im Sommer 2024 von Flensburg-Handewitt kam und sich laut eigenen Angaben „total wohl“ in Gummersbach fühlt, steuerte zwei Tore zum wichtigen Punktgewinn bei. Nach der knappen Niederlage gegen Berlin vor einer Woche, die die elf Spiele lange Siegesserie unterbrach, war dieser Erfolg besonders willkommend.
Aber es gab auch eine bittere Pille für die Handball-Szene: Der SC DHfK Leipzig besiegte den HC Erlangen mit 30:29 und übergab damit GWD Minden die rote Laterne. Die Leipziger, die am vergangenen Spieltag bereits für Furore sorgten, als sie einen Punkt beim THW Kiel holten, kämpfen weiterhin verzweifelt gegen den Abstieg. Die Tabelle der Handball-Bundesliga (HBL) ist damit noch enger denn je.
Gummersbach festigt seine Position auf dem vierten Platz und damit die Teilnahme an der EHF European League. Doch der Kampf um die internationalen Plätze geht weiter – und Gummersbach ist bereit, sich ihm zu stellen. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie auch aus aussichtslosen Situationen noch das Beste machen kann.
