Guirassy steht vor bvb-abschied: tottenham und saudis buhlen um dortmunds torjäger
Die Transferkarussell-Drehung bei Borussia Dortmund nimmt Fahrt auf – und diesmal steht Serhou Guirassy im Zentrum. Nachdem der BVB in der Champions-League-Play-off-Runde ausschied und die Kasse durch Spielerverkäufe wieder gefüllt werden soll, rückt der 30-jährige Stürmer ins Fokus ausländischer Klubs. Laut Bild-Informationen haben sich Tottenham Hotspur und mehrere saudische Vereine bei Guirassy eingeschaltet – mit unterschiedlicher Dringlichkeit, aber gemeinsamem Ziel: Ein Sommer-Deal.
Warum tottenham jetzt zuschlagen will
Die Spurs stecken tief im Premier-League-Abstiegskampf. Ein kompletter Kaderumbau ist für die Saison 2026/27 geplant, und Guirassy passt ins Profil: international erprobt, torgefährlich und mit einem Marktwert, der sich bei einem Scheitern noch einmal nach unten korrigieren könnte. Scouts von Tottenham sahen den Angreifer in den vergangenen Wochen live, das Management führte bereits erste Gespräche mit Beraterkreisen. Die Hürde: Guirassy läuft noch bis 2028 in Dortmund, und die Ausstiegsklausel von 50 Millionen Euro gilt nicht für den Londoner Klub.
Doch der BVB signalisiert Gesprächsbereitschaft. Nach dem frühen Europacup-Aus sucht die Geschäftsführung nach flexiblen Erlösquellen. Guirassy, der in 38 Pflichtspielen 17 Tore erzielte, ist dabei keineswegs unverkäuflich – wenn der Preis stimmt. Milan soll ebenfalls ein Auge auf den Guineer geworfen haben, doch Tottenham drängt am stärksten.

Saudi-arabische offerten stocken wegen nahost-konflikt
Ein Wechsel in die Pro League war 2025 bereits im Gespräch, doch der anhaltende Krieg im Nahen Osten hat die Pläne durchgeschüttelt. Mehrere arabische Klubs ziehen sich zurück, weshalb die Premier League als lukrativere und politisch stabilere Alternative gewinnt. Für Guirassy würde das bedeuten: statt Wüstenhitze Londoner Nebel, statt Ausnahmetalent englisches Mittelfeldpressing.
Die Wahrscheinlichkeit eines Transfers liegt laut interner BVB-Kalkulation bei 35 Prozent. Das klingt nach halber Sache, ist aber schon genug, um die Sommerplanungen zu verzahnen. Sollte Tottenham ein paketartiges Angebot über 35 bis 40 Millionen Euro plus Boni legen, dürfte der Vorstand zustimmen. Guirassy selbst schweigt öffentlich, trainiert weiter mit vollem Einsatz – und weiß, dass jeder weitere Treffer seine Verhandlungsmasse erhöht.
Für Dortmund bleibt die Devise: Geld first, dann Neukauf. Für Guirassy: Karriereziel England oder doch die saudische Sonne? Die Entscheidung fällt spätestens im Juni. Ein Transfer ist kein Muss – aber eine Chance, die alle Seiten bis zur letzten Sekunde durchrechnen.
