Guardiola schreibt geschichte: o'reillys doppelpack besiegt arsenal und holt fünften league-cup
Wembley schwappt über, der Jubel der City-Fans übertönt selbst die Beatles-Klassiker aus den Lautsprechern. Pep Guardiola stemmt den Pokal erneut gen Himmel – Rekord Nummer fünf in der Carabao-Cup-Ära, einmal mehr mit Manchester City. Doch der Held des Abends trägt diesmal nicht das Gesicht von Haaland oder De Bruyne, sondern das eines 21-jährigen Jungen aus Stockport: Nico O'Reilly. Seine beiden Treffer innerhalb von vier Minuten zertrümmern Arsenals Quadrupel-Traum und katapultieren die Sky Blues in den Triumph.
Kepas blackout und o'reillys geburtstagsgeschenk
Die Partie plätschert bis zur 60. Minute vor sich hin, taktisch verkrampft, ideenarm. Dann der Moment, der alles entscheidet: Kepa Arrizabalaga, Arsenals Ersatzkeeper, lässt einen harmlosen Cherki-Cross durch die Finger rutschen. O'Reilly schaltet schneller als jede Abwehr, nickt zur Führung ein. Vier Minuten später dasselbe Bild: Kopfball, Netzpoltern, 2:0. Das Spiel ist gelaufen, bevor die Gunners wach werden.
Trainer Mikel Arteta tauscht verzweifelt Calafiori und Madueke ein, doch selbst der quirlige Italiener kann nur eine Latte per Jesus provozieren. Kai Havertz wirkt als falsche Neun planlos, Bukayo Saka verharrt in der Einzelaktion. Die Statistik wird zur Ohrfeige: Arsenal erstmals seit Januar wieder ohne Tor, erstmals unter Arteta eine Niederlage in einem Wembley-Finale.

Guardiolas roulette gewinnt – tuchel sieht seinen neuen linksverteidiger
Während Kepa baden geht, rettet James Trafford im City-Kasten mit einer Triple-Parade gegen Martinelli und Co. nach sieben Minuten den frühen Knock-out. Guardiolas Entschluss, auf den jungen Engländer zu setzen, zahlt sich aus – ein Detail, das in der Nachbesprechung größer wirkt als jedes Taktikbrett. Nebenan sitzt Thomas Tuchel im VIP-Rang und notiert sich O'Reillys Namen. Der Linksverteidiger der Zukunft? Die 88.000 Zuschauer glauben es, die Boulevardzeitungen schon.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: City holt Pokal Nummer 19 unter Guardiola, verkürzt in der Premier-League-Tabelle auf neun Punkte – bei einem Spiel weniger und dem direkten Duell am 19. April im Etihad. Die Psycho-Phase beginnt. Arsenal muss nun beweisen, dass diese Niederlage kein Déjà-vu ist, sondern nur ein Ausrutscher auf dem Weg zum ersten Titel seit 2003.
Die Nacht gehört den Blauen, der Mai könnte ihnen wieder gehören. Und O'Reilly? Der feiert seinen 21. Geburtstag nicht mit einem Kuchen, sondern mit einem Pokal im Arm – und mit einem Vertrag, der wohl vor dem Sommer verlängert wird. Wembley sang „Hey Jude“, doch die neue Strophe schreibt ein Junge namens Nico.
