Guardiola schaut drittligaspiel statt champions league – und macht stimmung!
Ein Schock für Fußballfans weltweit: Pep Guardiola, der gefeierte Trainer, bevorzugte ein Spiel der englischen dritten Liga gegenüber dem hochspannenden Halbfinal-Hinspiel zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern. Der Katalane war stattdessen bei Stockport County gegen Port Vale zu Gast – eine Entscheidung, die für viel Gesprächsstoff sorgte.
Guardiolas ungewöhnliche begründung: „ein desaster-spiel“
Während die internationalen Medien das PSG-Bayern-Duell als eines der besten Spiele in der Geschichte der Champions League feierten, äußerte sich Guardiola auf einer Pressekonferenz äußerst kritisch. „Ich habe im Kalender das Spiel PSG gegen Bayern gesehen und habe mir gesagt: Bah, was für ein Desaster-Spiel. Die Trainer sind nicht gut, Luis, Vinnie, von daher … wirklich, wirklich beschissene Spieler…“, scherzte der City-Coach. Die Anwesenden lachten, als Guardiola mit einem Augenzwinkern hinzufügte: „Ich habe mich entschieden – ich liebe den englischen Fußball – mir Stockport anzuschauen.“
Die 1:2-Niederlage von Stockport wurde im Vergleich dazu kaum wahrgenommen. Es wirkt fast ironisch, dass der Mann, der selbst jahrelang die Bayern trainierte und mit Spielern wie Vincent Kompany zusammenarbeitete, sich für ein Spiel der dritten Liga begeistern konnte, während er die Leistung seiner ehemaligen Kollegen kritisierte. Die scharfe Kritik an den Trainern und Spielern, die er zwar augenzwinkernd äußerte, ließ jedoch eine gewisse Enttäuschung über die Champions League-Partie durchblicken.

Ex-klub und ex-spieler: eine persönliche note
Die Verbindung zu Bayern München und Vincent Kompany, der heute einen anderen Weg geht, ließ die Entscheidung des Trainers noch brisanter erscheinen. Auch die Anwesenheit von Luis Enrique auf der Trainerbank von PSG deutet auf eine gewisse persönliche Komponente hin. Aber Guardiola, der stets für Überraschungen gut ist, zeigte einmal mehr, dass er seinen eigenen Weg geht – auch wenn das bedeutet, ein vermeintlich prestigeträchtiges Spiel gegen ein Duell in der dritten Liga einzutauschen.
Die Frage, ob sich Guardiola nach dem Ausflug in die dritte Liga doch noch das PSG-Bayern-Spiel angeschaut hat, bleibt offen. Aber eines ist sicher: Der katalanische Trainer hat mit seiner Entscheidung für Stockport County für eine unerwartete und amüsante Schlagzeile gesorgt. Die Fußballwelt wird gespannt sein, welche ungewöhnlichen Wege Guardiola als Nächstes einschlagen wird.
