Grubauer am rande: schiri-entscheidung kostet deutschland wm-chance!

Ein Schock für das deutsche Eishockey-Team: Bei der unglücklichen 3:4-Niederlage gegen die USA nach Penaltyschießen sorgte eine strittige Schiedsrichterentscheidung für bittere Wut bei Torwart Philipp Grubauer. Der NHL-Keeper warf den Unparteiischen nach dem Spiel heftig Kritik an einer Situation, die letztlich das Aus in der Vorrunde besiegeln könnte.

Der moment der frustration: zweimal hand auf dem puck?

Der moment der frustration: zweimal hand auf dem puck?

Die Szene war klar: Grubauer hatte den Puck bereits mit seiner Fanghand kontrolliert, als Declan Carlile die Scheibe herausstochern konnte und Tommy Novak den Ausgleichstreffer erzielte. Der deutsche Torwart warf sich wütend auf die Schiedsrichter, doch die Entscheidung stand fest – der Treffer zählte. „Ich war zweimal mit der Fanghand drauf. Ich weiß nicht, wie lange ich die Scheibe festhalten soll“, äußerte sich Grubauer nach dem Spiel frustriert dem SID. „Es ist bitter, dass so eine Situation uns das Spiel kostet. Es ist fragwürdig, dass sie das Tor haben zählen lassen.“

Ein verpasster Videobeweis? Was die Situation noch verkomplizierte, war Bundestrainer Harold Kreis' Entscheidung, die „Coach’s Challenge“ nicht in Anspruch zu nehmen. Grubauer zeigte sich überrascht: „Ich weiß nicht, warum wir nicht gechallenged haben.“ Kreis begründete sein Zögern mit einer Auskunft der Schiedsrichter, die ihm mitteilten, dass eine solche Situation nicht überprüfbar sei. Eine Interpretation des Regelwerks und der IIHF-Erläuterungen deutet jedoch darauf hin, dass die Entscheidungsträger hier möglicherweise falsch lagen.

Die Bilder ließen sich zudem nicht eindeutig beurteilen, was das Risiko einer Strafzeit für das deutsche Team bei einer erfolglosen Challenge minimiert hätte. Doch der Punktgewinn wäre dadurch gefährdet gewesen. So verlor die Auswahl des DEB ihr viertes Spiel bei der WM in der Schweiz, obwohl die Chance auf das Viertelfinale durch den ersten Punktgewinn noch nicht gänzlich verloren ist.

Die deutsche Mannschaft benötigt nun drei Siege aus den verbleibenden Vorrundenspielen gegen Ungarn, Österreich und Großbritannien, um die K.o.-Runde zu erreichen – und hofft auf etwas Hilfe von anderen Teams. Die Enttäuschung über die verpasste Chance ist jedoch groß, und die Frage bleibt, ob diese strittige Schiedsrichterentscheidung das Turnier für Deutschland bereits entschieden hat.