Grizzlies stellen nba-rekord gleich – und rempeln kläglich unter die räder
Ein Shooting-Sternhagel ohnegleichen, aber am Ende ein Debakel: Die Memphis Grizzlies brachen mit 29 erfolgreichen Dreiern einen NBA-Rekord – nur um anschließend gegen die Cleveland Cavaliers mit 126:142 völlig unterzugehen. Ein historischer Moment, der im Ergebnis bitter schmeckt.

Die dreier-flut reichte nicht, um die niederlage abzuwenden
Neun Grizzlies trafen zumindest einmal aus der Distanz, bei einer beeindruckenden Trefferquote von 49,2 Prozent. Adama Bal und Dariq Whitehead steuerten jeweils sechs Dreier bei, Lucas Williamson kam auf fünf, während Olivier-Maxime Prosper mit vier Punkten zum Topscorer seines Teams avancierte. Seine Leistung: 24 Zähler. Doch all diese Offensivleistungen konnten das Team nicht vor der Überlegenheit der Cavaliers bewahren.
“Wir können stolz auf unsere Leistung sein”, kommentierte Trainer Tuomas Iisalo die Partie. “Die Jungs wollten am Ende alles geben, und wir haben sie alle unterstützt. Leider konnten wir den Rekord nicht für einen Sieg nutzen.” Tatsächlich versuchte Memphis in den letzten Minuten, durch gezielte Fouls gegen die Cavaliers Zeit zu gewinnen, um weitere Würfe zu erzielen und den Rekord festzuschreiben. Zehn Dreier in der letzten Spielperiode zeugen von einer bemerkenswerten Präzision.
Kenny Atkinson, Coach der Cavaliers, zeigte sich beeindruckt: “Sie haben mit einer unglaublichen Genauigkeit geworfen.” Die Grizzlies, die ihren Dreier-Schnitt von 13,7 pro Spiel mehr als verdoppelten, mussten die 18. Niederlage in den letzten 20 Spielen kassieren. Ein verheerendes Momentum.
Die Cavaliers hingegen, ohne ihre Stars James Harden und Donovan Mitchell, die eine Ruhepause bekamen, präsentierten sich von ihrer besten Seite. Evan Mobley (24 Punkte), Dennis Schroder (22 Punkte) und Sam Merrill (21 Punkte) sorgten für die nötige Durchschlagskraft und demonstrierten, dass auch ohne Top-Stars ein Sieg möglich ist. Die Entscheidung war, trotz des Rekords der Grizzlies, eindeutig.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Ein Rekord, der zwar für die Geschichtsbücher steht, letztlich aber nichts an der bitteren Realität ändert. Die Grizzlies müssen sich fragen, wie sie ihre Offensivstärke in zukünftigen Spielen in Konstanz und letztlich in Siegen verwandeln können. Denn das Talent ist zweifellos vorhanden, doch die Umsetzung lässt zu wünschen übrig.
