Grgic rast auf platz fünf: flensburger jetzt mit 67 toren in der ehf-torjägerliste

Marko Grgic schiebt sich beim Torerfolg-Sprinter durch. Der Rechtsaußen der SG Flensburg-Handewitt klettert in der ewigen Torschützenliste der EHF European League 2025/26 von Rang acht auf fünf – und das nach nur zehn Partien.

Mansson bleibt unangefochten an der spitze

Die Spitze bleibt skandinavisch. Axel Mansson von IFK Kristianstad traf bereits 93 Mal – ein Vorsprung, der selbst für heiße Laufschritte reicht. Dahinter lauern Kevin Gulliksen und Odinn Thor Rikhardsson, beide mit 74 Treffern, doch deren Teams haben bereits mehr Spiele absolviert. Die Quote spricht für sich: Mansson trifft im Schnitt 8,45 Mal pro Spiel, Grgic kommt auf 6,7 – Tendenz steigend.

Die Konkurrenz aus dem Norden spielt nicht nur schneller, sondern auch effizienter. Elverum liefert gleich zwei Spieler in die Top-Five: Gulliksen und Peter Lukacs (68 Tore). Dänemarks Vertreter Skanderborg AGH bringt Johan Hansen und Emil Buhl Laerke mit 66 bzw. 61 Treffern unter die ersten zehn. Der deutsche Block ist kleiner, aber laut: Neben Grgic haben nur Johannes Golla und Bence Imre die 50er-Marke geknackt – beide stehen bei 57 Treffern, knapp vor dem Sprung in die vorderste Riege.

Die stunde der flensburger

Die stunde der flensburger

Grgics Aufstieg ist kein Zufall. Seit dem Umstieg auf eine offensivere 3-2-1-Deckung bekommt er mehr Ballkontakte, und Coach Maik Machulla setzt gezielt die erste Welle über den Außen. Die Zahlen bestätigen die Taktik: Seit Januar steigerte sich Grgic von 5,2 auf 7,8 Tore pro Spiel – Tendenz weiter nach oben. Teamkollege Golla profitiert von der Aufmerksamkeit, die Grgic auf sich zieht, und erzielt aus dem Rückraum wichtige Sekundärtreffer. Die SG will beide vor dem Viertelfinale bei 70-plus-Treffern sehen, um im Rennen um die Final-Four-Tickets auch individuelle Akzente zu setzen.

Die EHF-Statistik zeigt: Nur drei Spieler haben eine bessere Trefferquote als Grgic, obwohl er weniger Einsatzzeiten als die Konkurrenz erhält. Das spricht für Qualität statt Quantität – und macht ihn zur geheimen Waffe im Kampf um den Titel. Die Play-offs laufen, und jeder Treffer zählt doppelt: für das Team und für die persönliche Bestenliste. Grgic hat seinen Angriff gestartet, die Jagd auf Mansson ist offiziell eröffnet.