Greuther fürth schreibt abstiegsmärchen: karlsruhe soll nächstes kapitel kassieren
Zehn Punkte aus vier Spielen, Platz sechs der Rückrundentabelle – die SpVgg Greuther Fürth spielt sich gerade einen Ruf als Comeback-Team der 2. Bundesliga zusammen. Vor Wochen noch auf Abstiegsplatz 18 verortet, liegt das Kleeblatt nun auf Rang 14 und blickt mit vier Zählern Vorsprung auf Relegation und direkten Abstieg nach unten. Am Freitagabend (18.30 Uhr, Wildparkstadion) geht es gegen den Karlsruher SC, der nach dem 0:2 im badischen Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern dampft.
Vogel warnt vor „wut im bauch“ der ksc-profis
Trainer Heiko Vogel nimmt den Höhenflug seiner Elf mit der Gelassenheit eines Mannes, der weiß, wie schnell sich Stimmung dreht. „Es ist eine Momentaufnahme. Wir bleiben realistisch und demütig“, sagt er und schickt dennoch eine klare Kampfansage Richtung Karlsruhe. Der KSC steht zwar auf Platz acht und damit im Niemandsland, doch Vogel schwört seine Spieler auf „absolute Ausnahmekönner“ ein: Marvin Wanitzek und Louey Ben Farhat gelten als Zündstoff für jeden Gegner. „Die werden mit sehr viel Wut im Bauch auflaufen, das spüre ich.“
Die Fürther selbst haben ihre Serie nicht durch Zauber erzeugt, sondern durch „ehrliche Arbeit“, wie Vogel betont. Dreimal ungeschlagen blieben die Franken zuletzt gegen Aufstiegsaspiranten: 1:1 in Schalke, 2:1 gegen Hannover, 2:0 in Elversberg. Die Erkenntnis: Defensive Stabilität plus Umschaltmoment – das reicht, um den Abstiegskampf zu verlassen.

Felix klaus und julian green: comebacks mit tempobremse
Fürth kann personell aufatmen. Julian Green steht nach zweimonatiger Adduktoren-Pause wieder im Kader. „Er ist mit voller Tatkraft zurück, wird aber nicht von Anfang an spielen“, sagt Vogel. Der US-Amerikaner soll reinkommen und mit seinem Passspiel die Räume öffnen, die der KSC nach vorn lässt.
Unklar ist, ob Felix Klaus mitfährt. Die Wadenprobleme nach seiner Oberschenkelverletzung sind zwar rückläufig, doch Vogel will „nichts riskieren“. Nach der Länderspielpause folgt das Endspielprogramm – da braucht Fürth einen Klaus in Bestform, nicht einen, der sich früh wieder reisst.
Die Rechnung ist simpel: Gewinnt Fürth in Karlsruhe, wächst der Polster auf sieben Punkte. Verliert der KSC erneut, rutscht der Klub tiefer in die Krisenzone, während das Kleeblatt weiter vom Flow profitiert. Fürth hat die Chance, dem Abstieg schon vor der Winterpause die Tür vor der Nase zuzuschlagen – und genau das ist der Plan.
