Granada steckt in sieg-teufelskreis: pachetas fluch zwingt zum neustart
0:2 in Las Palmas – und schon wieder ist der Traum von der Aufstiegsrallye nur eine Woche alt. Granada feierte zwei Siege, atmete auf, schob die Taschenrechner wieder in die Schublade – dann kam die nächste Reality-Dusche.

Pachetas mannschaft findet einfach kein drittes happy end
Die Statistik ist mittlerweile makaber: Seit seinem Amtsantrug hat der Baskische Trainer keine einzige Dreier-Serie hingelegt. Huesca und Real Sociedad B bezwungen? Kommt direkt das 0:2 von Butarque. Cádiz und Racing dominiert? Folgt die Blamage in Las Palmas. Die LaLiga-Hypermotion schlägt unerbittlich zurück, sobald Granada den Fuß vom Bremspedal nimmt.
Die Defensive wackelte erneut in der 55. und 73. Minute, als die Inselkicker nach Standardsituationen eiskalt zuschlugen. Die Rojiblancos dagegen feuerten in 90 Minuten nur zwei Torschüsse aufs Gehäuse – ein Offensivarmutszeugnis, das die Tabellenrealität auf 43 Punkte drückt und die Play-off-Zone auf fünf Zähler Distanz hält.
Pacheta selbst wirkte nach Abpfiff wie ein Mann, der die Playlist seines Lebens kennt, aber an der Fernbedienung klebt. „Wir schaffen es einfach nicht, Erfolg zu konservieren“, sagte er mit heiserer Stimme. „Ich habe keine Erklärung mehr, warum dieselben Köpfe, die letzte Woche kämpften, heute so apathisch wirken.“
Die Konsequenz ist brutal: Granada muss in den letzten fünf Spielen mindestens drei Siege einfahren, will man den Relegationsplatz noch schnuppern. Die Rechnung ist simpel, die Lösung ungleich komplexer – denn der Gegner nächste Woche heißt bereits Eibar, das seit acht Partien ungeschlagen ist.
Die Fans in den Cármenes wittern dagegen keinen Fluch, sondern ein Systemversagen. „Wir brauchen keinen Teufelskreis, wir brauchen einen neuen Kreislauf“, steht seit Sonntagmorgen auf einem Spruchband am Trainingstor. Dort wartet Pacheta bereits mit einer neuen Trainingsübung: 45 Minuten Mentalcoaching, dann Doppelpass bis zur Erschöpfung. Der Plan ist klar – oder die Saison ist es endgültig nicht mehr.
