Goretzka-aus: basler wettert – „ein unding!“

München – Der FC Bayern München steht im Sommer vor der Trennung von Leon Goretzka, und das sorgt für heftige Kritik. Besonders Mario Basler, ehemaliger Profi und heutiger Experte bei SPORT1, kann diesen Schritt nicht nachvollziehen. Seine Worte: Ein „Unding“.

Die überraschende kehrtwende des „doppelpass“-kommentators

Die überraschende kehrtwende des „doppelpass“-kommentators

Noch vor einigen Jahren, als Goretzka 2018 von Schalke nach München wechselte, hatte Basler gewettet, dass der Mittelfeldspieler keine feste Größe im Bayern-Team werden würde. Eine Wette, die er nun reumütig zurücknimmt. „Leon, natürlich entschuldige ich mich bei dir“, gestand Basler im „Doppelpass“. Die Entwicklung des Spielers habe ihn überrascht und überzeugt. Er sei nun „total von dir überzeugt“.

Was Basler an Goretzkas Fähigkeiten so schätzt: Seine Zweikampfstärke, sein Kopfballspiel und sein starker rechter Fuß. „Er hat alle Fähigkeiten, die es auf dieser Position braucht“, betonte Basler. Gerade in entscheidenden Momenten, wie beim jüngsten 3:3 gegen Heidenheim, wo Goretzka mit zwei Toren – darunter ein spektakulärer Freistoß – glänzte, zeigte er seine Klasse.

Die Entscheidung des FC Bayern, sich von Goretzka zu trennen, wird von vielen Fans und Experten gleichermaßen kritisiert. Pavlovic mag zwar talentiert sein, aber Basler sieht Goretzka als den stabilisierenderen Faktor im zentralen Mittelfeld. „Meines Erachtens muss nicht Pavlovic neben Kimmich spielen. Für mich gehört dort Goretzka hin. Er ist für mich der Stabilere“, argumentierte er im Hinblick auf den anstehenden Champions-League-Halbfinal-Showdown gegen Paris Saint-Germain.

Die Tatsache, dass der 31-Jährige in dieser Saison regelmäßig hinter Pavlovic zurückstehen musste, ändert nichts an Baslers Überzeugung. Er fordert, dass Goretzka am Mittwoch gegen Paris von Anfang an spielen sollte. Der Verlust eines Spielers mit Goretzkas Erfahrung und Qualität ist für den FC Bayern ein herber Schlag – das scheint auch Max Eberl, den Sportvorstand, zu erkennen, der sich über die zahlreichen Anfragen für Goretzka freut. Wo der deutsche Nationalspieler seine Zukunft sieht, ist derzeit noch unklar, Gerüchte über einen Wechsel nach Mailand halten sich hartnäckig.

Baslers Kritik ist nicht nur eine Verteidigung von Goretzka, sondern auch eine Mahnung an den FC Bayern: Manchmal muss man die Spieler schätzen, die man hat, bevor sie einem entwischen. Denn wie Basler treffend feststellte: „Das tut mir richtig weh, dass er weg muss.“