Goldammer rast nach china: u20-rumpftruppe vor wm-hauptrunde gebeutelt
Zwei Partien, zwei Siege – und zwei gebrochene Spielerinnen. Die deutsche U20-Handballnationalmannschaft fliegt zwar bereits vorzeitig in die WM-Hauptrunde, doch der Preis ist happig. Nach Lara Däuble, die sich kurz vor dem Abflug die Hand brach, verliert
Die bilanz: drei tore, sieben vorlagen – und nun ein leerer platz
Gutzeit hatte die ersten beiden Auftritte gegen Brasilien (39:22) und Kanada (46:11) mit Leben gefüllt. Ihre Tempogegenstöße, ihre Übersicht, ihr Mut zum Risiko – alles weg. „Ein Verlust für unser Spiel“, sagt Bundestrainer Christopher Nordmeyer knapp. Die Zahlen sprechen für sich: ohne die linke Hand der Offensive kippt das Rhythmusgefühl, die Ballstafette stockt. Und das mitten im Kampf um die Medaillen.
Goldammer muss sofort liefern. Die 19-Jährige kennt das System, trainierte bereits mit dem Kader, doch echtes Turnier-Feuer ist eine andere Qualität. Sie trifft am Samstagmittag um 12.30 Uhr (live in der Dyn) direkt auf Rumänien – das erste echte Prüfungsstück. Dahinter warten Spanien und Südkorea, zwei Teams, die sich gegenseitig schon am Vortag die Rippen polieren.

Die frage lautet: wie tief reicht der deutsche kader?
Zwei Ausfälle in der Startformation, dazu ein enges Turnierprogramm. Die Jungschädel müssen nun ohne ihre erprobte Linke auskommen. Die gute Nachricht: Deutschland ist bereits in der Hauptrunde, der Druck sinkt. Die schlechte: Gegner wie Spanien jagen jeden Schwachpunkt. Wer jetzt nicht umstellt, verliert den Rhythmus – und vielleicht die Medaille, für die sich diese Generation seit Jahren die Zähne ausbeißt.
Das Flugzeug mit Goldammer an Bord ist bereits über dem Himalaya. In Jinzhong zählt jetzt nur noch eins: Köpfe klar, Ellenbogen frei – und Handball spielen, bis die Halle bebt.
