Gnabry und kane schießen bayern zum torrekord: 97 treffer, sieben spiele noch

Die Münchner haben Union Berlin mit 4:0 zerlegt und kratzen an der ewigen Bestmarke von 101 Toren. Der Doppelschlag vor der Pause war der Knock-out.

Doppelschlag vor der pause reicht union den rest

Was für eine Viertelstunde vor dem Pausentee. Erst donnert Michael Olise den Ball aus spitzem Winkel zum 1:0 in den Winkel, dann nutzt Serge Gnabry einen Patzer von Keeper Frederik Rönnow. Union, bis dahin kompakt wie ein Betonklotz, bricht ein. Die Eisernen haben in dieser Saison schon viele Niederlagen kassiert, aber so machtlos wie hier wirken sie selten. Die Statistik? Die lügt nicht: 97 Tore nach 27 Spieltagen – so etwas hat die Bundesliga noch nicht gesehen.

Nach Wiederanpfiff legt Harry Kane nach 31 Sekunden den 3:0-Stempel auf. Sein 31. Saisontreffer, seine sechte Einwechslung, die direkt zum Tor führt. Die Premier-League-Maschine läuft auch in Deutschland auf Hochtouren. Gnabry macht mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf – 67. Minute, 4:0, Spiel entschieden. Die Bayern lassen danach nicht einmal mehr einen Hauch von Gefahr aufkommen. Union kommt nicht einmal mehr zum Foulen.

Osmani debütiert mit 16 – und das stadion tobt

Osmani debütiert mit 16 – und das stadion tobt

In der 89. Minute flattert die Nummer 46 über die Anzeige: Erblin Osmani, 16 Jahre und 23 Tage alt. Zweitjüngster Bayern-Profis aller Zeiten, nur Paul Wanner war jünger. Das Stadion steht, die Kurve singt seinen Namen. Ein Moment, der dem Rekordsieg die Seele gibt. Osmani berührt den Ball dreimal, schon kocht die Münchner Luft. Das ist kein PR-Gag, das ist Zukunft, die man live erlebt.

Die Bayern feiern, aber im Katakomben-Interview klingt Vincent Kompany schon wieder wie der Lehrer vor der Klassenarbeit: „Sieben Spiele, 97 Tore – schön. Aber wir wollen 102.“ Keine Siegespose, nur Zahlen. Der Meisterschaft ist so sicher wie das Oktoberfest im September. Der Vorsprung auf Dortmund liegt bei zwölf Punkten – selbst wenn der BVB am Abend gegen Hamburg gewinnt, bleibt ein Polster, das selbst die Bayern in den letzten Jahren selten hatten.

Am Ende zählen nur die Tore. Und die kommen mittlerweile im Sekundentakt. Wer jetzt noch zweifelt, war nicht im Stadion. Der Rekord ist kein Traum mehr, er ist Programm.